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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Die DSL-Preisschere zwischen Stadt und Land17.06.2006
15:55 Wann kommt günstiges DSL auch in die Randlagen?Inhaltsverzeichnis:1. DSL-Flatrate-Kunden auf dem Land zahlen oftmals mehr2. In den Städten herrscht ein größerer Wettbewerb 3. Rabatte für Wiederverkäufer behindern DSL-Netzausbau
Knapp elf Millionen Breitband-Anschlüsse gibt es inzwischen in Deutschland -
damit sind rund 30 Prozent aller Haushalte an das schnelle Internet
angeschlossen. Und die Anzahl der Nutzer nimmt rasch zu. Vorherrschende Technik
ist dabei DSL: Etwa 10,4 Millionen oder
97 Prozent aller Breitband-Nutzer greifen auf diese Zugangstechnik zurück.
Andere Breitband-Technologien hinken weit hinterher: Die
Kabelnetzbetreiber bauen ihre Netze gerade erst
rückkanal- und damit internetfähig aus, drahtlose Technologien wie etwa
WiMAX oder Internet
via Satellit sind eher als Ergänzungen
denn als echte Alternativen zu sehen.
nächste Seite: In den Städten herrscht ein größerer Wettbewerb
Doch nicht jeder, der DSL haben möchte, kann es auch bekommen. Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) können zurzeit rund 90 Prozent der deutschen Haushalte mit DSL versorgt werden. Das heißt im Umkehrschluss: 3,5 Millionen Haushalte haben keine Chance, per DSL im Internet zu surfen. Gleichzeitig ist etwa nur die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik durch DSL abgedeckt. DSL-lose Gebiete befinden sich vor allem in den ländlichen Regionen, wo die Telekom und andere DSL-Anbieter mit eigener Netzinfrastruktur aus wirtschaftlichen Gründen einen Netzausbau scheuen. Wer auf dem Land und trotzdem in einem mit DSL versorgten Gebiet wohnt, sieht sich mit einem weiteren Ungleichgewicht konfrontiert: Die begehrten Flatrate-Zugänge kosten für sie das Doppelte von dem, was viele Großstädter zahlen. Ein Beispiel unter vielen: Während der Provider 3U seine bundesweit verfügbare Flatrate für 8,80 Euro im Monat anbietet, ist das gleiche Angebot in 28 Städten als Cityflat-Tarif für 4,40 Euro im Monat erhältlich. Was den einen freut, erscheint dem anderen ungerecht. Doch können auch die Landbewohner darauf hoffen, bald schneller und zu günstigeren Konditionen via DSL zu surfen? Der erste Provider hat sich bereits vom Cityflat-Modell verabschiedetMit Strato gab es zu Monatsbeginn den ersten DSL-Reseller, der ein zuvor eingeführtes Cityflat-Modell wieder abschaffte. Der Surf-Pauschalzugang wird jetzt wieder im gesamten T-DSL-Versorgungsgebiet einheitlich für 6,90 Euro pro Monat angeboten. Nach Aussage von Strato soll so die Preisgestaltung "fairer" gehalten werden. Ärgern werden sich Bewohner von Bremen, Hamburg oder München, die mit der früheren MegaFlat von Strato geliebäugelt, aber nicht rechtzeitig zugegriffen haben. Diesen Zugang bot der Provider dort für 4,90 Euro pro Monat an. Ob die anderen DSL-Wiederverkäufer wie 1&1, freenet, GMX oder Lycos, die allesamt noch auf das Cityflat-Modell setzen, nachziehen werden, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich ist jedoch, dass die Preisschere zwischen Großstadt und Land bzw. kleineren Orten bestehen bleibt, denn in den Städten können mehr Haushalte leichter angeschlossen werden und der Wettbewerb zwischen den DSL-Providern ist härter. Dafür, dass der Konkurrenzdruck in den Städten größer ist, sorgen vor allem die alternativen DSL-Anbieter mit eigener Infrastruktur wie Arcor, HanseNet (Alice) und Versatel sowie kleinere Stadtnetzbetreiber wie KielNET, NetCologne oder M-net.
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