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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Verschmelzung von Telekom und T-Online braucht Zeit08.06.2006
13:42 Erste gemeinsame Produkte sollen aber noch dieses Jahr kommen
Die Eingliederung von
T-Online in den Mutterkonzern
Telekom wird längere Zeit in Anspruch nehmen. "In den
nächsten drei bis vier Monaten werden wir beginnen, den Integrationsfahrplan
umzusetzen", sagte T-Com-Chef Walter Raizner heute in
einer Telefonkonferenz. Erste gemeinsame Produkte sollen im vierten Quartal
auf den Markt kommen. Die Telekom will mit der Integration von T-Online den
Umsatzrückgang im Festnetzgeschäft stoppen. Dadurch sieht sich die Telekom
besser für den Wettbewerb auf dem Breitbandmarkt gerüstet, der Konzern könne
nun wie einige Wettbewerber Produkte aus einer Hand anbieten. Bislang vertrieb
die Telekom DSL-Anschlüsse vor allem indirekt über
T-Online und sah sich damit im Nachteil gegenüber der Konkurrenz.
Einige Konkurrenten wie HanseNet bieten bereits Bündelanschlüsse von Telefon, Internet und Unterhaltungsangebote an und nehmen dem Bonner Konzern Marktanteile ab. Derzeit verliert die Telekom 160 000 Kunden pro Monat an die Konkurrenz. Mit der Integration ihrer Internettochter will die Telekom den Trend stoppen. Zudem soll die Position auf dem DSL-Markt gestärkt werden. Geplant sind Bündelangebot von Telefon, Internet und Medieninhalten aus einer Hand. Zu Details wurde keine Angaben gemacht. Die Verschmelzung soll keine Arbeitsplätze kosten. Das sicherte Raizner nach Gesprächen mit der Belegschaft des Internet-Dienstleisters in Darmstadt zu. Auch sollten beide Standorte Bonn und Darmstadt erhalten bleiben. Für die geplante Komplettübernahme ihrer Internettochter will die Telekom außerdem knapp 60 Millionen eigene Aktien aufkaufen. "Dies wird in Zukunft geschehen", erklärte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke. Das Unternehmen kontrolliert bereits 90,1 Prozent von T-Online und will nun den Rest in Aktien der Deutschen Telekom AG tauschen. Pro 25 Anteilsscheine von T-Online sollen die Aktionäre 13 Telekom-Titel erhalten. Der Tausch soll in den kommenden sechs Wochen geschehen. Nach monatelangem juristischen Gezerre hatte der Bundesgerichtshof (BGH) am vergangenen Donnerstag grünes Licht für die umstrittene Reintegration von T-Online in die Telekom gegeben. Dagegen hatten sich T-Online-Aktionäre gewehrt, weil sie Wertverluste fürchteten. Am Dienstag erfolgte die Eintragung ins Handelsregister.
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Björn Brodersen mit Material von dpa und AFP
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