Telekom-Vorstand: Keine Regulierung des Marktes notwendig
24.05.2006 19:42
Telekom will für Investitionen ins VDSL-Netz Pioniergewinne einstreichen
Die Deutsche Telekom sieht im Streit um ihr neues
Hochgeschwindigkeitsnetz nach wie vor keinen Bedarf an einer
Regulierung des deutschen Telekommunikationsmarktes. Es werde bereits
viel zu viel reguliert, sagte der Chef der Festnetzsparte, Walter
Raizner, heute bei einer Podiumsdiskussion mit EU-Kommissarin
Viviane Reding in Aachen. Reding lehnte eine befristete Freistellung
des so genannten schnellen VDSL-Netzes der Telekom von der Aufsicht
erneut ab. Der Bund hatte dies der Telekom zugesagt. Die EU-Kommission hatte rechtliche Schritte dagegen angedroht.
Die Telekom will mit dem neuen Glasfasernetz die Voraussetzung für
so genannte Triple Play-Angebote schaffen, also Bündelpakete von
Telefonie, Internet und Medieninhalten. Das Unternehmen verspricht
sich davon zusätzliche Einnahmen. Der Bau des Netzes schlägt mit drei
Milliarden Euro zu Buche. Deshalb will die Telekom zunächst allein
"Pioniergewinne" einstreichen.
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