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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Mobilfunk-Discount: Seit einem Jahr ganz einfach15.05.2006
14:31 Rasanter Wandel im Prepaid-MarktInhaltsverzeichnis:1. Von der Tchibo-Karte zur Tarifsensation2. Branchenfremde Discounter etablieren sich 3. Knackpunkt: Die Terminierungsentgelte zum Mobilfunk
Es ist im Grunde nicht ganz zutreffend, wenn man erst jetzt ein Jahr
Mobilfunk-Discount in Deutschland feiert. Denn das erste Mobilfunk-Discountangebot brachte der Kaffeeröster
Tchibo im Oktober 2004 auf den Markt. Zur Erinnerung: Damals war der Tchibo-Tarif mit einem Einheitspreis von 35 Cent in alle
Netze ein attraktives Angebot, das im Vergleich zu den bisherigen Prepaid-Angeboten der etablierten Mobilfunkanbieter deutlich günstiger war - insbesondere für Gespräche in die Mobilfunknetze.
nächste Seite: Branchenfremde Discounter etablieren sich
![]() Bild: svizzer.com In den ersten Monaten nach der Tchibo-Offensive passierte allerdings wenig. Doch auch andere Anbieter werkelten an neuen Angeboten für die gerade entstehende Low-Cost-Mobiltelefonie. Ende März 2005 unterbot das Prepaid-Produkt Schwarzfunk den Tchibo-Tarif; kurz danach trat mit simply ein neues Produkt auf die Mobilfunk-Bühne: Der Service-Provider Victorvox, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Drillisch AG, bot einen Mobilfunkvertrag ohne Mindestvertragslaufzeit, monatliche Grundgebühr und Mindestumsatz an. Es handelte sich jedoch um ein Post-Paid-Produkt. Gespräche ins deutsche Festnetz, netzinterne Gespräche und Verbindungen zur Mailbox kosteten 29 Cent pro Minute, für Gespräche in andere deutsche Mobilfunknetze wurden 39 Cent pro Minute verlangt. Eine SMS kostet ab 15 Cent. Das war durchaus nicht schlecht, aber noch nicht der Durchbruch. Der Durchbruch mit "einfach-einfach-einfach"
Wenige Tage nach dem simyo-Start legte simply nach und unterbot den simyo-Tarif mit einem Minutenpreis von 18 Cent - hiermit war eine neue Schmerzgrenze definiert. Das zeigte sich auch an nachfolgenden Discount-Produkten: Es kamen zwar immer mehr Marken, allerdings unterschieden sich diese in Minutenpreisen und sonstigen Konditionen kaum von einander. So brachte Mobilfunk-Provider debitel mit debitel-light ebenfalls einen Discount-Tarif auf den Markt. Dieser bot wie gesagt nichts Neues: Mit debitel-light telefonierte man ebenfalls für 19 Cent in alle Netze und SMS kosteten 14 Cent pro Nachricht. Allerdings war debitel-light nicht nur im Internet zu kaufen und sprach somit auch andere Kundengruppen an. simyo dagegen fokussierte von Anfang an auf den Vertrieb über das Internet. Mit Blau.de kam ein paar Wochen später dann ein Anbieter hinzu, der die Angebotspalette nicht nur mit einer neuen Farbe, sondern auch mit einem rechnerischen Minutenpreis von 17,9 Cent bereichterte. Faktisch wurden allerdings 19 Cent pro Minute abgerechnet und die Differenz danach wieder auf dem Kundenkonto gutgeschrieben. Das war ebenfalls ein netter Versuch, der aber nicht wirklich überzeugte.
Nur wenige Tage später trat dann
klarmobil.de auf den Plan, die Discount-Marke von
mobilcom. Wie auch simply setzte dieser Anbieter auf die Kombination der Vorteile von Prepaid- und Postpaid-Karten. Gespräche in
die deutschen Telefonnetze kosten mit diesem Tarif nach wie vor 18 Cent pro Minute, SMS 13 Cent. Anders als bei den E-Plus-Discountern simyo, debitel-light und blau.de werden auch Verbindungen zur Mailbox mit 18 Cent pro Minute
berechnet. Interessant war und ist bei den Anbietern im Netz von T-Mobile die Möglichkeit, die bisherige Rufnummer zu klarmobil.de mitzunehmen.
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