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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Handyspiele verknüpfen reale und virtuelle Welt06.05.2006
12:53 Komplexes Stadterkundungsspiel startet in Regensburg
Handy-Hersteller und Mobilfunkbetreiber basteln mit
Hochdruck an neuartigen
Handy-Spielen, die Nutzer öfter ins
Mobilfunknetz ziehen sollen. So genannte "pervasive" Spiele verbinden
die reale mit der virtuellen Welt - und nutzen das Handy dafür als
Hilfsmittel. Dabei treten meist mehrere Spieler oder Teams
gegeneinander an.
Mit dem Städte-Erkundungsspiel REXplorer können ab August Touristen in Regensburg die Stadtgeschichte per Handy erkunden. Es soll weltweit das erste permanent installierte Spiel dieser Art sein. Wissenschaftler der technischen Universitäten RWTH Aachen und ETH Zürich haben es mit Unterstützung von Nokia entwickelt. Die Besucher werden gebeten, als wissenschaftliche Assistenten merkwürdige Phänomene in der Altstadt Regensburgs zu untersuchen. Für ihre Feldforschung erhalten die Teilnehmer einen Apparat mit künstlicher Intelligenz - das Handy. Mit ihm können sie mit historischen und sagenhaften Charakteren Kontakt aufnehmen und mit bestimmten Gesten interagieren. REXplorer kombiniert Stadtgeschichte und HandyspielTico Ballagas von der RWTH Aachen, zuständig für die technische Umsetzung, erklärt: "Wenn die Besucher einem bestimmten Gebäude nahe kommen, zeigt das Handy einen beschleunigten Herzschlag an. Mit bestimmten Gesten können sie dann zu einem Geist eine Verbindung herstellen. Der Geist erzählt dann über den Lautsprecher des Handys eine Geschichte und gibt ihnen eine Aufgabe." Kommen die Besucher beispielsweise zu einem alten Wohnturm, erzählt der Geist eines jüdischen Kaufmanns seine Geschichte. Er bittet die Besucher für ihn zur alten Synagoge zu gehen und ein Bild zu machen. Allerdings ist diese zerstört - die Besucher machen dann ein Bild des an der Stelle des zerstörten Gotteshauses errichteten Denkmals. Das wird über das Handy in ein multimediales Tagebuch bzw. Blog hochgeladen. Der Geist erfährt so, dass die Besucher tatsächlich seinen Wunsch erfüllt haben. Tagessieger wird das Team, das möglichst viele magische Geschichten aufgespürt und Aufgaben gelöst hat. Das Blog dient am Ende des Tages als persönliches Souvenir. Handy-Spiele werten Bewegungen über Kamera und Standortbestimmung aus
Computerähnliche Spiele nach dem Muster "feindliche Raumschiffe abschießen", "unbeschadet durchs Labyrinth navigieren" oder "Snake" nutzen zwar die Tatsache aus, dass das Handy über ein Display verfügt, nicht jedoch, dass es auch Auskunft über den Ort oder das Verhalten des Nutzers gibt. Eines der ersten pervasiven Handyspiele, das Spielhallen-Klassiker mobil umsetzt, ist das Handyspiel Tron. Es ortet über das satellitengestützte Global-Positioning-System (GPS) Spieler auf wenige Meter genau. Die Spieler bewegen sich im realen Raum, ihre Position im Raum entspricht ihrer Position auf dem virtuellen Spielfeld. Jeder Spieler generiert über seine Bewegung eine Linie auf dem Display. Keine Linie darf sich selbst oder die des Gegners kreuzen, sonst hat man verloren. Je länger das Spiel dauert, umso schwieriger wird es. Die Handys kommunizieren über GPRS - die Spieler brauchen zueinander keine räumliche Nähe. ddp / Ralf Trautmann
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