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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
2012 gehen die IPv4-Internet-Adressen aus06.05.2006
10:28 Marktforscher stellt Strategien zum Wechsel auf IPv6 vor
"Wir schätzen, dass 2012 der Vorrat an IPv4-Internet-Adressen erschöpft sein
wird", sagt Sam Masud vom Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan. Der
auf ersten Blick bedrohlich erscheinende Engpass, verliert bei genauerer
Betrachtung seinen Schrecken, steht doch bereits mit IPv6 ein Nachfolger bereit, der mit seinem
128-Bit-Adressraum einen quasi unerschöpflichen Vorrat an IP-Adressen bieten
wird. Aber: die nur etwa 4,3 Milliarden IP-Adressen, die IPv4 bietet, gehen
wirklich allmählich zur Neige - Frost & Sullivan schätzt, dass ein
Drittel der IPv4-Adressen schon in Benutzung und ein weiteres Drittel bereits
reserviert ist - doch keiner scheint es wirklich eilig zu haben auf IPv6
umzustellen.
"Die Internet-Industrie unternimmt keine substantiellen Anstrengungen IPv6 großflächig einzuführen", konstatiert das IPv6 Forum und das amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) sagt voraus, dass bis 2010 nur 30 Prozent der Netzwerke der Internet Service Provider IPv6 unterstützen werden und bei privaten und Unternehmensnetzen soll es bis 2012 dauern bis die 30 Prozent-Marke erreicht ist. Das mag jedoch nicht verwundern angesichts der Milliarden-Summen, die der Umstieg auf IPv6 kosten wird. NIST schätzt, dass allein in den USA von 1997 bis 2025 über 25 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 20 Milliarden Euro) in den Umstieg auf IPv6 investiert werden müssen. Frost & Sullivan glaubt, dass IPv4-Netze noch lange vorherrschen werden. Wo keine Verpflichtung vorhanden ist - amerikanische Behörden-Netze beispielsweise müssen bis 2008 IPv6 unterstützen - wird der Übergang nur sehr langfristig und schleppend vonstatten gehen. Frost & Sullivan rät jedoch Unternehmen, schon jetzt langfristige Migrations-Strategien anzulegen. Von den drei zur Auswahl stehenden Migrations-Modellen Tunneling, Adress-Übersetzung (NAT - Network Adress Translation) und doppelte Netzwerke rät Frost & Sullivan zum doppelten Netzwerk-Betrieb. Hier wäre der Aufwand durch doppelte Adress-Verwaltung, doppelte Management-Systeme und größerem Speicherplatz-Bedarf für Routing-Tabellen zwar erheblich erhöht, "aber es ist die sauberste Lösung", erklärt Sam Masud.
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