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RFID: Kleine Funk-Chips für viele Anwendungen30.03.2006
00:00 Die Industrie sieht großes Potential, die Datenschützer ProblemeInhaltsverzeichnis:1. Radio Frequency Identification: Einführung2. Die Technologie 3. Anwendungsbeispiele und Sicherheitsbedenken
Das Kürzel RFID taucht immer häufiger auf. Auch auf der vergangenen
CeBIT war es eins der großen
Themen. Die Industrie verspricht sich von den
kleinen Funk-Chips große Chancen und viel Geld, die Datenschützer fürchten
allerdings einen Missbrauch der anfallenden Daten
und den gläsernen Kunden. Doch worum geht es überhaupt?
nächste Seite: Die Technologie
RFID steht für "Radio Frequency Identification".
Dabei handelt es sich grundsätzlich um die
Weiterentwicklung der Technologie der so genannten
Transponder, deren Vorläufer bereits im oder kurz nach dem
Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden. Das System mit dem Namen "Identification
Friend or Foe" half den amerikanischen Streitkräften dabei, alliierte
von feindlichen Flugzeugen zu unterscheiden. Seit den 50er-Jahren des
vergangenen Jahrhunderts wird die Technologie auch in der zivilen
Luftfahrt eingesetzt, um Flugzeuge zu identifizieren.
Viel versprechende AnwendungenDie Erfindung des integrierten Schaltkreises 1958 ermöglichte in der Folge erstmals die Herstellung von kleinen Transpondern, beispielsweise zur Elektronischen Artikelsicherung (EAS) in Bekleidungsgeschäften. Beim Auslesen auf kurze Entfernungen benötigten die neuen Transponder auch keine eigene Stromversorgung mehr. Bereits seit den 1970er- und 1980er-Jahren verwendet die Wirtschaft zunehmend RFID-Systeme und -Chips, etwa zur Kennzeichnung von Haus- und Nutztieren, in der Containerlogistik oder bei der automatischen Fertigung. Die Betreiber von Mautstationen entdeckten das Potenzial der RFID-Technologie in den 1990er-Jahren.
Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts nimmt die Zahl der RFID-Anwendungen
rasant zu. Aufgrund gefallener Kosten für die Chips können auch vergleichsweise
billige Güter mit RFID-Tags versehen werden. Einige internationale
Handelsunternehmen, wie Wal-Mart, Tesco oder die METRO Group, setzen die
Technologie bereits intensiv ein. Aber noch längst sind nicht alle Einsatzgebiete
erschlossen. So lassen sich RFID-Chips zum Beispiel auch in Handys
integrieren, so dass das Mobiltelefon dann
als elektronische Geldbörse oder zum
E-Ticketing verwendet werden kann.
Meinungen und Erfahrungen der Community:
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