Versuch

Schüler vermuten: Handy-Strahlen hemmen Pflanzenwachstum

Versuch im Rahmen des Wissenschaftswettbewerbs "Jugend forscht"
Von mit Material von
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Handy-Strahlung hemmt offenbar das Wachstum von Pflanzen. Das schließen jedenfalls zwei Gymnasiasten aus Versuchsergebnissen. Die beiden Schüler Julia Scharbach und Matthias Eifler vom Kurfürst-Balduin-Gymnasium in Münstermaifeld (Kreis Mayen-Koblenz) setzten in zwei Töpfen Dill an und legten auf den Rand des einen Topfes ein Handy. Nach 15 Tagen war ein deutlicher Unterschied zu sehen: "Es gehen viel weniger Pflanzen auf", sagte Julia und deutete auf den Topf mit dem Handy, in dem jetzt nur einige wenige grüne Stängel sprießen. In einem langen Kasten pflanzten die beiden Kresse an, legten an den Rand ein Handy und beobachteten dann, ab welchem Abstand das Wachstum wieder zunimmt.

Gründe für das gehemmte Wachstum seien möglicherweise die Wärme der Handys oder die davon ausgehenden elektromagnetischen Schwingungen, vermuten sie. Die Nachwuchsforscher haben aus dem Versuch für den Wissenschaftswettbewerb "Jugend forscht" jedenfalls ihre Lehren gezogen: "Ich habe das Handy im Laufe des Versuchs seltener benutzt", sagt Julia. Und Matthias rät, das Handy auszuschalten, wenn man es in die Hemdtasche steckt oder neben das Bett legt.

Ob die Handy-Strahlung zu gesundheitlichen Schäden führt, wird immer noch heiß diskutiert. Experten mahnen daher immer den bewussten Umgang mit dem Mobiltelefon an. Leitlinien hat beispielsweise vor einigen Monaten die Wiener Ärztekammer herausgegeben, auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gibt in einer Broschüre [Link entfernt] Ratschläge. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf unserer speziellen Infoseite.

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