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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
E-Plus-Chef Dirks kündigt weitere Zweitmarken an23.02.2006
11:07 FTD: E-Plus sucht weitere Kooperationspartner
E-Plus hat im vergangenen Jahr mit seiner Billigmarke simyo eine bemerkenswerte Dynamik in den Mobilfunkmarkt gebracht. Gleich im Anschluss an den Start der ersten Zweitmarke kündigte der Netzbetreiber an, dass simyo nicht das Ende der Fahnenstange sei, sondern weitere E-Plus-Marken geplant würden. Im August 2005 folgte mit Base ein erstes Flatrate-Angebot unter einer neuen Marke. Im Oktober kam dann mit Ay Yildiz eine weitere Zweitmarke, die Mobilfunk-Kunden mit türkischem Hintergrund ansprechen soll. Schließlich setzte E-Plus im Dezember mit der Kooperation mit dem Lebensmittel-Discounter ALDI noch einen drauf - das Discountangebot Aldi Talk fuhr innerhalb weniger Wochen sechsstellige Verkaufszahlen ein.
Heute nun ist in der Financial Times Deutschland (FTD) zu lesen, dass weitere Zusatzmarken und Kooperationen folgen werden. Wie E-Plus-Chef Thorsten Dirks im Gespräch mit der FTD sagte, suche E-Plus derzeit Vermarktungspartner - auch Firmen, die bisher keine Verbindung zum Mobilfunk hätten: "Entscheidend ist, dass sie eine attraktive Verkaufsplattform haben". Ziel sei es, die Kunden anderer Netzbetreiber zum Wechsel zu bewegen. Die Handy-Flat wird sich durchsetzenWie berichtet ist das mobile Telefonieren in Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten deutlich billiger geworden. Mit dem Start weiterer Marken dürfte der Preisdruck noch stärker werden. Dirks teilt die Einschätzung, dass sich in wenigen Jahren so genannte Flatrates für Telefonieren oder mobilen Datenverkehr durchsetzen werden. Das bedeutet, dass Kunden nicht mehr pro Minute bezahlen müssen, sondern zu einem monatlichen Festpreis das Netz nach Belieben nutzen können. Im Festnetz und im Internet ist diese Entwicklung schon deutlich zu sehen: Immer mehr DSL- oder VoIP-Anbieter setzen auf Flatrate-Angebote. Außerdem geht Dirks davon aus, dass das Wachstum des Mobilfunk-Marktes mit bald 80 Millionen Handykunden fast zum Stillstand kommem wird. Es ginge jetzt darum, sich für einen Verdrängungswettbewerb fit zu machen, weil auch aus dem Budget der Kunden nicht mehr viel herauszuholen sei. Wachstum könne nur noch gelingen, wenn die Kunden häufiger mit dem Handy telefonieren - was wiederum zu Lasten des Festnetzes geht. Dirks räumte ein, dass E-Plus genau das bereits seit Jahren versucht hat. Bisher aber ohne nachhaltigen Erfolg: "Es gab jahrelang ein festgefahrenes Oligopol: T-Mobile und Vodafone mit etwa 80 Prozent Marktanteil, o2 und wir mit etwa 20 Prozent - Veränderungen mit traditionellen Methoden sind quasi unmöglich", sagte Dirks. Versuche den eigenen Marktanteil etwa durch höhere Händler-Provisionen zu erhöhen, seien fehlgeschlagen, weil die Marktführer einfach noch höhere Zuschüsse geboten hätten. Nach Umsatz nur Rang vierE-Plus liegt mit 10,7 Millionen Kunden derzeit auf Rang drei unter den deutschen Netzbetreibern. Nach Umsatz ist das Unternehmen aber auf Platz vier abgesackt. Hier böten Zusatzmarken laut Dirks die Chance, besser auf die Wünsche verschiedener Zielgruppen eingehen zu können. Vodafone und T-Mobile würden dagegen auf eine Marke setzen, die alles abdecken müsse. Das werde dauerhaft zu einem Problem. Das gelte in erster Linie für Vodafone, denn T-Mobile hat inzwischen bereits Billiganbieter wie klarmobil, easyMobile oder simply im eigenen Netz - auch wenn diese von anderen Firmen gesteuert würden. T-Mobile-Chef René Obermann habe die Zeichen offenbar erkannt. Allerdings schweigt sich E-Plus darüber aus, wieviele Kunden denn tatsächlich mit den Zweitmarken zu gewinnen sind. Insgesamt sollen es mehr als eine Million sein. Zuletzt lag E-Plus mit 624 000 neuen Kunden im Jahr 2005 aber deutlich hinter seinen Mitbewerbern. o2 konnte im gleichen Zeitraum 823 000 Kunden hinzu gewinnen und Vodafone konnte dank einer starken Zunahme im UMTS-Geschäft sogar noch mehr Kunden überzeugen. Das Problem ist nämlich, dass auch Kunden, die bisher einen E-Plus-Vertrag hatten oder das E-Plus-Prepaid-Angebot Free & Easy genutzt haben, zu einem E-Plus-Discounter wechseln können. Eine Analyse der simyo-Kunden hat gezeigt, dass jeder zweite Kunde schon einen Mobilfunk-Laufzeitvertrag hatte, bevor er zu dem Mobilfunk-Discounter kam. Anzeige:
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