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China will mit eigener UMTS-Handynetztechnologie antreten

19.02.2006
09:40

Manager kritisiert Arbeitseinstellung in Deutschland

Inhaltsverzeichnis:

1. ZTE setzt auf eigene UMTS-Technik
2. ZTE-Manager Ling: "Die Deutschen verplempern zu viel Zeit fürs Private"
Chinas Mobilfunkindustrie will in Zukunft verstärkt Mobilfunk-Infrastruktur nach Europa und die USA exportieren. Dies kündigte der Deutschland-Chef von ZTE, Haifeng Ling, in einem Gespräch mit teltarif.de auf dem 3GSM Weltkongress in Barcelona an. Stand bislang für den großen Mobilfunkgeräte-Konzern der Heimatmarkt im Hauptfokus, so rückt nicht zuletzt auf Geheiß der chinesischen Regierung die Strategie "ZTE goes West" in den Mittelpunkt. Dabei gehe es jedoch immer zunächst darum, eine neue Technologie zu verstehen, marktreif zu entwickeln und im Heimatmarkt erfolgreich zu platzieren. Danach stehe dann aber eben jetzt auch der Blick Richtung Westen und der Markterfolg außerhalb Chinas an.

Genau in diese Richtung geht auch eine Ankündigung gegenüber der Berliner Zeitung. Demnach wird ZTE mit einem eigenem UMTS-Mobilfunk-System in Europa und Amerika antreten. Ein konkreter Zeitpunkt hierfür wurde freilich noch nicht mitgeteilt, sind doch die genauen Rahmenbedingungen für den Mobilfunkstandard der dritten Generation im Reich der Mitte noch unklar. Chinas große Mobilfunkhersteller wie Huawei, ZTE und TCL wollen das unter anderem mit Siemens und Ericsson entwickelte eigenständige UMTS demnächst erstmals auf den chinesischen Markt bringen. Ein wichtiger Grund für die Entwicklung eines eigenständigen UMTS- Systems seien auch die hohen Lizenzzahlungen für die bestehende Mobilfunk-Technologie gewesen. US-Unternehmen wie Qualcomm verlangten "gewaltige Summen", wenn man Geräte nach dem jetzt gebräuchlichen UMTS-Standard bauen wolle. Lizenzzahlungen von bis zu acht Prozent vom Umsatz seien derzeit üblich, sagte Ling. "Die Amerikaner sind nur so dominant auf dem Markt, weil sich keiner bislang dagegen gewehrt hat", erklärte der Manager den Vorstoß der chinesischen Industrie.

Datenkarten für HSDPA geplant

ZTE ist freilich nicht nur im Bereich der Netzwerkinfrastruktur aktiv, sondern entwickelt bereits auch zahlreiche Handys und Datenkarten für UMTS. So hat das chinesische Unternehmen bereits auf dem letzten 3GSM-Kongress erste leichte UMTS-Handys vorgestellt, mittlerweile auch UMTS-Handys in sechsstelliger Stückzahl an den Netzbetreiber Hutchison für den britischen Markt geliefert.

In Barcelona konnten erste Datenkarten für den Datenturbo HSDPA im UMTS-Netz besichtigt werden. Die Datenkarte MF330 mit einer integrierten Antenne soll den Ausstellungsunterlagen zufolge Downloadraten von bis zu 3,6 MBit/s unterstützen und zusätzlich in klassischen GSM-, GPRS- und EDGE-Netzen funken. Ebenso wird die Unterstützung des WLAN-Standards 802.11g angegeben. Genauere Informationen zu den inneren Werten der Karte, bei welchen Netzbetreibern diese in Bälde erhältlich sein wird und zum Einführungstermin konnten wir in Barcelona noch nicht erhalten. Vielleicht wird ZTE aber schon im Rahmen seines CeBIT-Auftritts hier mehr verraten.
 

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Betreff Autor Datum
RE: Erstaunlich, diese Chinesen GKr 18.05.07 12:36
RE: Erstaunlich, diese Chinesen Müller2 18.05.07 12:14
RE: Erstaunlich, diese Chinesen GKr 18.05.07 11:50
RE: Erstaunlich, diese Chinesen Müller2 18.05.07 10:22
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre