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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor schnurlosen Telefonen18.02.2006
17:32 Hohe Standby-Strahlung problematisch
Über die Strahlung
von Handys ist in den vergangenen Jahren
viel geschrieben worden. Gesicherte wissenschaftliche
Erkenntnisse über eine mögliche Gesundheitsgefährdung von Mobiltelefonen gibt es
nach wie vor nicht. Während sich gegen Mobilfunkantennen auf Wohngebäuden zum Teil
starker Widerstand regt und sich auch
Bürgerinitiativen gebildet haben, hat sich nicht nur das Handy inzwischen
flächendeckend durchgesetzt. Auch eine weitere Strahlenquelle ist in die Haushalte
eingezogen: Das DECT-Telefon, besser bekannt als Schnurlos-Telefon oder
Homehandy.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) verweist darauf, dass schnurlose Telefone des DECT-Standards oft die stärkste Quelle hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung im privaten Haushalt sind. Ein vorsorglicher Verzicht auf ein solches Telefon trage damit zur Minimierung der persönlichen Strahlenbelastung bei, rät die Behörde. Allerdings könnte die Industrie DECT-Telefone entwickeln, die die Aspekte der Vorsorge und des Strahlenschutzes besser berücksichtigen als die derzeitigen Geräte. Problem: Hohe Standby-Strahlung
Dieser Darstellung widerspricht der Gigaset-Hersteller Siemens. Das Mobilteil der meisten Modelle regle die Leistung abhängig von der Entfernung zur Basisstation, sagt Unternehmenssprecherin Anja Sagkop. Die Station selbst sende allerdings immer mit der gleichen Leistung. Um den reibungslosen Betrieb mit den Handgeräten sicherzustellen, sendet die DECT-Basisstation - wenn nicht telefoniert wird - außerdem ein kontinuierliches Kontrollsignal aus. Nach Ansicht des BfS sollten schnurlose Telefone so konzipiert sein, dass sie im Stand-By-Betrieb strahlungsfrei sind. Erste Geräte, die genau diese Forderung erfüllen und so die Strahlenbelastung im Haushalt senken, gibt es nun. Bei der Regulierung der Sendeleistung müssen Schnurlostelefone im Gegensatz zu Handys allerdings bisher passen. Empfehlungen zur Minimierung der StrahlenbelastungUm möglichen gesundheitlichen Risiken vorzubeugen, empfiehlt das BfS ebenso wie das Bundeswirtschaftsministerium, die persönliche Strahlenbelastung durch das eigene Verhalten zu minimieren. Nutzer eines DECT-Telefons sollten die Basisstation dort aufstellen, wo sie sich nicht ständig aufhalten, zum Beispiel im Flur, statt auf dem Schreibtisch. Anwender sollten zudem nur kurze Telefonate führen und am besten neu entwickelte DECT-Telefone einsetzen, die strahlungsfrei arbeiten, wenn das Handgerät in der Basisstation steckt. Grundlage für die Beurteilung möglicher Gesundheitsrisiken durch die hochfrequenten Felder der DECT-Telefone sind nach Angaben der Behörde die von der internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung empfohlenen Basisgrenzwerte. Diese werden als Spezifische Absorptionsrate (SAR) angegeben. Die SAR beschreibt, welche Menge der Strahlungsleistung (Watt) vom menschlichen Köper (Kilogramm) aufgenommen wird. Die maximal zulässige SAR beträgt 0,08 Watt pro Kilogramm (W/kg) für den ganzen Körper und 2,00 W/kg für Teile des Körpers, zum Beispiel für den Kopf. Bei DECT-Telefonen liegt der SAR-Wert für den Kopf unter 0,1 W/kg, wie das BfS weiter berichtet. Nach dem Stand der Wissenschaft gebe es zwar Hinweise auf biologische Wirkungen, aber keine Nachweise, dass hochfrequente elektromagnetische Felder - die Grundlage der Funktionsweise der DECT-Telefone - gesundheitliche Schäden verursachen. Bei Siemens sieht man ebenso wie beim IT-Branchenverband Bitkom keinen Grund zur Unruhe. Die Strahlung liege deutlich unter den Grenzwerten, sagt Sagkop. ddp / Martin Müller
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