Der Chef des neu geschmiedeten Handyherstellers
BenQ Siemens, Clemens Joos,
hat die Ziele für das laufende
Geschäftsjahr bestätigt. Es bleibe bei der Aussage, dass das
Handy-Geschäft mit der
übernommenen verlustreichen
Siemens-Mobilfunksparte
in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen zurückkehren solle, sagte Joos
heute bei der Mobilfunkmesse
3GSM World Congress
in Barcelona.
Der Marktanteil habe sich in den vergangenen Monaten erholt, sagte
Joos weiter. Es gelte aber die Devise "Profitabilität vor
Marktanteil". Innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre halte er
einen Marktanteil von bis zu zehn Prozent für BenQ-Siemens für
möglich. Die Marke Siemens, im Jahr 2004 noch weltweit die Nummer
Vier, war 2005 aus der Liga der fünf größten Handyproduzenten
abgestiegen. Dazu hatten auch die Dauerspekulationen um die
Siemens-Pläne für das am Ende abgestoßene Handy-Geschäft beigetragen.
Um bei den Kunden zu punkten, setze BenQ-Siemens auf flaches
Design und edle Materialien, sagte Joos. Das Unternehmen präsentierte
auf der Messe auch drei neue Handys, darunter das
HSDPA-fähige
EF91
für besonders schnelle Übertragungsraten und mobiles Fernsehen. Es
soll in diesem Sommer pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft in
Deutschland auf den Markt kommen. Die UMTS-Variante
HSDPA sorgt für
hohe Übertragungsgeschwindigkeit.
Der taiwanesische IT-Konzern BenQ hatte die Siemens-Handysparte im
vergangenen Jahr übernommen. Die Abspaltung vom traditionsreichen
Konzern bedeutete das Ende der Handy-Produktion in deutscher Hand.
Das neue Unternehmen hatte am 1. Oktober 2005 den Geschäftsbetrieb
aufgenommen.