Entwicklung

Ohne Faxgerät mit AVM FRITZ!Box Fon faxen

Kostenlose Software ermöglicht Faxversand über LAN und WLAN
AAA

Nutzer einer FRITZ!Box Fon des Berliner Hardware-Herstellers AVM können nun auch Faxe verschicken, ohne ein Faxgerät zu besitzen. Auch PC-Erweiterungen wie Modem oder ISDN-Karte sind nicht notwendig. Wer die Faxfunktion nutzen möchte, muss sich lediglich eine Software vom AVM-Server herunterladen. Diese läuft auf den Betriebssystemen Windows XP und 2000 und unterstützt alle FRITZ!Box-Versionen des Herstellers, die eine Firmware-Version ab Oktober 2005 haben.

Durch die Installation der Software auf einem an die FRITZ! Box per LAN oder WLAN angeschlossenen PC wird die CAPI-Schnittstelle der Box aktiviert. Über diese Schnittstelle nimmt der PC später beim Versand eines Faxes Kontakt mit der FRITZ!Box auf. Bei der Software handelt es sich um FRITZ!fax für FRITZ!Box. Nutzer anderer FRITZ!fax-Versionen sollten diese zunächst deinstallieren und dann die neue Version installieren.

In ersten Tests der teltarif-Redaktion funktionierte das Versand von Faxen bestens. Allerdings werden die Faxe quasi an der FRITZ!Box vorbei verschickt, so dass die Verbindungen nicht in der Anrufliste der Box auftauchen. Auch die Lämpchen an der Box, die signalisieren, dass ein Kanal belegt ist, leuchten nicht. Weiterer Nachteil: Der Nutzer kann mit dem Tool nicht über seine VoIP-Anbieter und eine eventuell hiermit verbundene Flatrate faxen, da die eingestellten Wahlregeln ignoriert werden. Faxverbindungen werden grundsätzlich über den an die Box angeschlossenen Festnetzanschluss hergestellt. Hier ist aber die Verwendung von Call-by-Call-Vorwahlen möglich, sofern der Kunde sich nicht zu einem Anschlusswechsel zu einem alternativen Anbieter entschieden hat.

Mit Nachbesserungenen bezüglich der Akzeptanz der Wahlregeln ist nicht zu rechnen. AVM schreibt in einem Info-Text zur Software ausdrücklich, dass es sich um ein "supportfreies Tool fuer FRITZ!Boxen mit Telefonie" handelt. Dennoch ist diese Entwicklung begüßenswert, da der Hardwareaufwand auf seitens des Nutzers geringer wird.