Bilanz

Französischer Telekomausrüster Alcatel mit Gewinnsprung

Nach massivem Stellenabbau wieder in die Gewinnzone
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Der französische Telekomausrüster Alcatel hat 2005 einen Gewinnsprung verbucht. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im vergangenen Jahr 930 Millionen Euro (Vorjahr: 576 Millionen Euro), ein Plus von 61 Prozent. Der Umsatz stieg auf 13,1 Milliarden Euro (12,2 Milliarden Euro). Im laufenden Jahr will Alcatel seinen Umsatz um mehr als zehn Prozent steigern. Das teilte der Konzern heute in Paris mit.

2003 hatte noch ein Verlust von 1,94 Milliarden Euro in den Büchern gestanden. Das Unternehmen war 2002 nach massivem Umsatzeinbruch in die roten Zahlen gerutscht und hatte durch Kostensenkungen und kräftigen Stellenabbau 2004 wieder die Gewinnzone erreicht. Weltweit beschäftigt das Unternehmen heute noch 58 000 Mitarbeiter. Ende 2000 waren es noch gut 110 000 Mitarbeiter. Erstmals seit vier Jahren will Alcatel wieder eine Dividende zahlen. Die Aktionäre sollen 0,16 Euro je Aktie erhalten.

Im Schlussquartal 2005 vervielfachte sich der Überschuss im Vergleich zum Vorjahresquartal von sieben Millionen auf 344 Millionen Euro. Der Quartalsumsatz erhöhte sich von 3,81 auf 4,1 Milliarden Euro.

Der Konzern hofft, den Schwung des Schlussquartals 2005 auch noch im laufenden ersten Geschäftsquartal zu spüren. Wie sich die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte entwickelten, sei aber noch nicht abzusehen. Der Telekomausrüster rechne aber mit einem langsameren Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr. Alcatel liefert Telekommunikationsgeräte für Sprach-, Daten- und Video-Anwendungen für Netzbetreiber und Diensteanbieter.