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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen iTunes und Musicload30.01.2006
14:02 T-Online und Apple sehen sich in Deutschland als Marktführer
Die Lage erinnert an Asterix und die Römer. Im
Online-Musikmarkt dominiert Apple mit seinem iTunes Music Store
weltweit ganz klar die Szene. Nur in Deutschland spielte T-Online mit
seinem Dienst Musicload bislang die Rolle der Gallier, die ihr Dorf
gegen die Römer verteidigen. Noch in der vergangenen Woche
reklamierte T-Online die klare Führerschaft auf dem deutschen Online-Musikmarkt für sich. Glaubt man jedoch den aktuell von Apple
vorgelegten Zahlen, musste sich der deutsche Internet-Anbieter im
vergangenen Jahr Apple knapp geschlagen geben.
T-Online hatte den Verkauf von über 15 Millionen Songs gemeldet und gleichzeitig auf eine Erhebung des Branchenverbands IFPI verwiesen, wonach im deutschen Markt insgesamt 21 Millionen Songs online verkauft worden seien. Experten wunderten sich über die IFPI-Zahl, denn neben Apple und T-Online gibt es mit AOL und MSN mindestens noch zwei weitere Anbieter auf dem Markt, die ebenfalls für einen Millionen-Absatz gut sind. Zieht man aber von der IFPI-Zahl die 15 Millionen Songs von T-Online ab, wäre für die gesamte T-Online-Konkurrenz nur ein Volumen von sechs Millionen Titel übrig geblieben. Immer mehr ZahlenVor dem Hintergrund dieser Zahlenkonfusion gab Apple seine restriktive Informationspolitik auf und trat heute erstmals mit konkreten Absatzzahlen für Deutschland an die Öffentlichkeit. "Wir freuen uns, dass der iTunes Music Store in Deutschland im Jahr 2005 über 15,5 Millionen Songs verkauft hat", sagte Apple-Sprecher Georg Albrecht der dpa. Damit hätte iTunes im vergangenen Jahr zumindest mit Musicload gleichgezogen. Der Branchenverband IFPI sorgte im Zahlen-Wirrwarr für Aufklärung: Die von T-Online zitierte Zahl von 21 Millionen Songs sei in einer Schätzung für online verkaufte Single-Titel ermittelt worden. "Musikstücke aus Verkäufen von kompletten Alben sind dabei nicht berücksichtigt worden", sagte IFPI-Wirtschaftsreferent Johann-Friedrich Brockdorff in Berlin. Dies erkläre den vermeintlichen Widerspruch. Gesamtzahlen werde der Verband am 21. März vorlegen. Zuvor hatten bereits Branchenexperten darauf hingewiesen, dass die Zahl von 21 Millionen Songs für den gesamten deutschen Online-Musikmarkt "definitiv zu niedrig" sei. Musikliebhaber, die ihre Songs online kaufen und unterwegs auf einem mobilen Player hören wollen, stehen im Wettstreit von iTunes, Musicload und anderen Anbietern weiterhin vor einer schwierigen System-Auswahl. Die in iTunes gekauften Songs können zwar auf beliebigen Windows- und Apple-PCs gehört, aber mobil nur mit Apples iPod-Player abgespielt werden. Musicload, AOL, MSN und die anderen Microsoft-Partner hingegen bieten zwar eine Dateien für viele geeignete mobile Abspielgeräte an, der populäre iPod - der weltweit den Player-Markt dominiert - gehört allerdings nicht dazu.
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dpa / Marie-Anne Winter
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