Der Mobilfunkkonzern
Nokia hat im vergangenen Jahr
vor allem dank guter Handy-Verkaufszahlen und eines rasanten
Wachstums des Geschäftsbereichs Multimedia deutlich zugelegt. Der
Umsatz stieg um 16 Prozent auf 34,2 Milliarden Euro, wie Nokia
heute mitteilte. Nach Angaben von Nokia-Chef Jorma Ollila ist
das stärkste Erlöswachstum seit dem Mobilfunk-Boomjahr 2000. Der
Gewinn stieg um 13 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.
Im wichtigsten Segment Mobiltelefone kletterten die Erlöse um
12 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Allerdings verdiente
der Konzern in
diesem Bereich mit operativ 3,6 Milliarden Euro fünf Prozent weniger
als im Jahr 2004. Nokia verkaufte 2005 rund 265 Millionen Handys. Den
Weltmarkt beziffern die Finnen auf 795 Millionen Stück, den eigenen
Anteil damit auf stabile 33 Prozent. Allerdings ist Nokia mit einem
Plus von 28 Prozent bei den Handyabsätzen schneller gewachsen als der
Markt, der gegenüber 2004 nur um 24 Prozent zulegte.
Der Umsatz des Bereichs Multimedia, in dem Nokia sowohl
Multimedia-Endgeräte als auch Anwendungen bündelt, wuchs im
vergangenen Jahr um 63 Prozent auf knapp 6,0 Milliarden
Euro. Damit ist das Segment nur noch unwesentlich kleiner als das
Netzwerk-Geschäft, das leicht um zwei Prozent auf
6,6 Milliarden Euro zulegte.
Für das laufende Jahr rechnet Nokia mit einem Volumenzuwachs auf
dem weltweiten Mobiltelefonmarkt um mehr als zehn Prozent. Das
weltweite Geschäft mit Mobilfunk-Infrastruktur wird 2006 nach
Einschätzung des Unternehmens dagegen nur "moderat" wachsen. Nokia
strebe im laufenden Jahr sowohl bei Mobiltelefonen als auch bei der
Mobilfunktechnik an, seinen Marktanteil zu erhöhen, teilte das
Unternehmen weiter mit.