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Bequem und schnell: Musikportale im Internet25.01.2006
13:45 Kommerzielle Angebote werden immer populärerInhaltsverzeichnis:1. Digitale Musikshops haben immer auf2. Dinge, die im Laden nicht zu kaufen sind
Die Nutzung von Musikportalen im Internet wird
gerade bei Jugendlichen immer beliebter. Wie viele Nutzer sich auf
illegalen Plattformen mit neuen Songs oder ganzen Alben versorgen,
wissen auch Branchenvertreter nicht. Fest steht, dass kostenlose
legale Anbieter wenig Vielfalt bieten. Weil ihre Nutzung bequem,
schnell und gar nicht mehr so teuer ist, werden jetzt auch die neuen
kommerziellen Angebote populärer.
nächste Seite: Dinge, die im Laden nicht zu kaufen sind
Dieser Trend lässt sich auch mit Zahlen belegen: Während sich die Musikindustrie weltweit in einer schwierigen Phase befindet, weil CD-Verkäufe stagnieren, wird der digitale Vertrieb wichtiger. So habe sich der Umsatz mit dem Herunterladen von Liedern im vergangenen Jahr vervielfacht, heißt es beim Branchenverband Bitkom in Berlin. In den kommenden drei Jahren werde der Umsatz auf mehr als 420 Millionen Euro wachsen, schätzt der Verband. Damit würden Umsätze mit Downloads im Jahr 2008 mehr als ein Fünftel des gesamten Musikmarkts ausmachen. Vor allem Jugendliche nutzen Online-AngeboteRund 30 Portale können deutsche Musikfans nach Beobachtungen des in Hannover erscheinenden Magazins c't derzeit nutzen. Ihr Vorteil gegenüber dem Einzelhandel bestehe darin, dass das Angebot praktisch unbegrenzt sei und bequem von zu Hause aus genutzt werden könne, sagt Sven Hansen, Redakteur im Ressort Audio und Video. So ließen sich die Bibliotheken per Stichwortsuche leicht nach Titel oder Interpret, Erscheinungsjahr oder Albumtitel durchsuchen. "Das kann den Fachverkäufer im Geschäft leicht ersetzen", findet Hansen. Mit wenigen Mausklicks lande ein Titel auf dem Computer, mit weiteren auf dem eigenen MP3-Player. Vor allem für Jugendliche, die den Computer so selbstverständlich nutzen wie die Stereoanlage, sind die Downloadportale attraktiv geworden. Laut der aktuellen Studie "Jugend, Information, Multimedia" des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest in Stuttgart ist in 78 Prozent der Haushalte, in denen Jugendliche aufwachsen, ein MP3-Spieler vorhanden. Im Durchschnitt habe jeder Jugendliche 813 Titel gespeichert. Und während die Zahlungsbereitschaft für kostenpflichtige Angebote im Netz insgesamt abnimmt, verzeichnet der Abruf von Musikdateien großen Zuwachs, so ein Ergebnis der ARD/ZDF-Online-Studie 2005. Der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft in Berlin zählte zur Jahresmitte 2005 rund 8,5 Millionen Downloads. Viele Spezialangebote im Internet
Ein Grund dafür besteht darin, dass vor allem Mainstream- oder
Chartmusik jetzt auch bei großen Anbietern wie iTunes, dem
T-Online-Ableger Musicload oder AOL in großem Umfang zu haben ist,
so die Einschätzung von Stiftung Warentest in Berlin, die zwölf
Portale getestet hat. Spezielle Seiten gibt es im Netz vor allem für
elektronische Musik, sagt Moritz Sauer, Mitarbeiter beim in Köln
erscheinenden Musikmagazin Intro. Beispiele dafür seien
beatport.com, bleep.com oder die deutsche Seite finetunes.de.
Eine gute Auswahl von Jazz und Blues biete emusic.com, sagt Sauer.
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