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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 12.02.2012 |
Durchbruch der Digitalisierung durch Digital-TV24.01.2006
15:46 BAH-Studie: DTV wird Breitband-Internet bis 2010 überholen
Der Markt für digitale Angebote in Europa steht in diesem Jahr laut einer
Studie der internationalen Strategie- und Technologieberatung
Booz Allen Hamilton
vor dem Durchbruch. Digitales TV (DTV) wird der Untersuchung zufolge bis
2010 in 60 Prozent der europäischen Haushalte verfügbar sein und dort
Konsumenten den Zugang zu neuen, auch interaktiven, Diensten ermöglichen.
Damit löse DTV das breitbandige Internet als Haupttreiber der europäischen
Digitalisierung ab. Als Folge seien kumulierte Investitionen der Industrie
in Höhe von rund 100 Milliarden Euro zu erwarten sowie die Schaffung von
100 000 neuen Arbeitsplätzen - das Gros davon bei den
Infrastrukturanbietern. Allein rund 35 Milliarden Euro würden voraussichtlich
in die Programmgestaltung fließen. Davon profitierten auch lokale Inhalteanbieter.
Voraussetzung für eine solche Entwicklung sei jedoch ein echter
Wettbewerb.
Mit DTV erhalte der Kampf um den Konvergenzmarkt, in dem Angebote für Internet, Telefonie und TV zunehmend zusammenwachsen, eine neue Qualität. Nur der gewinne langfristig, der dem Verbraucher zuerst das so genannte Triple Play bietet, meint BAH. Eine wichtige Rolle im bevorstehenden Wettbewerb spielten demnach hohe Investitionen - etwa für den Auf- oder Ausbau des Netzes, für neue digitale Inhalte und nicht zuletzt für Marketing und Vertrieb. Marktteilnehmer mit besserem Zugang zu Finanzmitteln und einer hohen Anzahl an Kunden hätten signifikante Wettbewerbsvorteile. Tk-Unternehmen haben einen StartvorteilTk-Unternehmen befinden sich laut den Studienautoren in einer privilegierten Startposition. Je Land lägen die Umsätze der einzelnen führenden Telekommunikationsanbieter um das mindestens Siebenfache höher als die gesamten Umsätze der Kabelindustrie dieser Länder. Europäische Telekommunikationsanbieter verfügten zudem über einen Kundenstamm in einer Größenordnung von rund 151 Millionen. Im Vergleich dazu lägen Kabelnetzbetreiber mit rund 51 Millionen Kunden weit zurück. Ein funktionierender Wettbewerb erfordere daher, dass Kabelnetzbetreiber die notwendige Größe erreichen, um im Konvergenzmarkt ein ernsthaftes Gegengewicht zu den Telekommunikationsanbietern zu bilden. Die zukünftige Marktentwicklung wird laut BAH im Wesentlichen von drei Faktoren getrieben: dem regulatorischen Umfeld, der Struktur des Wettbewerbs und dem Konsumentenverhalten. Daraus ergäben sich laut BAH-Studie vier zentrale Handlungsfelder für Regulierer. So solle die Förderung der Digital-TV-Entwicklung und der von Breitband in Zukunft gleichgewichtig betrieben werden. Außerdem müssten die in den Triple-Play-Märkten tätigen Unternehmen bei regulativen Entscheidungen als ein gemeinsames Umfeld betrachtet werden. Zudem müsse ein Ausgleich geschaffen werden zwischen einerseits kurzfristigen Verbraucherinteressen wie niedrigen Preisen und andererseits langfristigen Effekten wie Investitionen, Wachstum sowie Beschäftigungsimpulsen. Und schließlich müsse der Regulierungsfokus stärker auf Infrastrukturwettbewerb zielen, anstatt wie bisher vorwiegend den Wettbewerb auf Ebene der Dienste zu fördern. Ostdeutsche zahlen mehr für Digital-TVOstdeutsche geben übrigens fast doppelt so viel Geld für Digitalfernsehen aus wie Westdeutsche. Zu diesem Ergebnis kommt eine Telefon-Umfrage des Handy-Herstellers Motorola unter 1 000 Bundesbürgern, über die das in Taunusstein bei Wiesbaden ansässige Unternehmen heute berichtete. Danach zahlen ostdeutsche Nutzer im Schnitt 26,50 Euro monatlich für digitale Fernsehprogramme, westdeutsche nur 13,40 Euro. Dabei verfügen in beiden Teilen des Landes jeweils drei Viertel der Bürger über Digital-TV.
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