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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Editorial: Das Handy im Haus15.01.2006
16:01 Bis der Mobilfunk- den Festnetzanschluss ersetzt, wird es noch dauernInhaltsverzeichnis:1. T-Mobile@home: Lieber spät als gar nicht2. Kunden wollen Kostentransparenz und Einfachheit
Nun bietet also auch T-Mobile als dritter deutscher
Mobilfunknetzbetreiber einen speziellen Handy-Tarif für das Telefonieren im
Heimbereich an. Reichlich spät und sicherlich nicht ganz aus freien Stücken: Ist
doch zu befürchten, dass ein Großteil der von T-Mobile prognostizierten Zahl
von einer Million Kunden innerhalb eines Jahres für das neue Produkt aus dem
Bestand des Telekom-Konzerns stammen. Darunter
leiden wird vor allem die Festnetzsparte T-Com, die schon jetzt jeden Monat
bis zu 100 000 Kunden an die Konkurrenz
verliert. Die Folge: Die Angestelltenzahl soll
im gesamten Konzern in
den kommenden Jahren um weitere 32 000
reduziert werden.
nächste Seite: Kunden wollen Kostentransparenz und Einfachheit
Die Einführung des Mobilfunkangebots für zu Hause kommt nicht von ungefähr, denn schon seit einiger Zeit haben die herkömmlichen Festnetzfirmen und vor allem die ehemaligen Monopolisten wie die Deutsche Telekom mit der wachsenden Konkurrenz der Internet- und VoIP-Anbieter sowie der Mobilfunkprovider zu kämpfen. Letztere suchen nach neuen Wegen, um trotz Marktsättigung ihre Umsätze weiter anzukurbeln. Neben den Datendiensten und dem mobilen Internet via UMTS und HSDPA soll eben auch ein vermehrter Handygebrauch zum Telefonieren zu Hause den Umsatz pro Kunden steigern - der Mobilfunkanschluss als Ersatz für den herkömmlichen Festnetzanschluss. In Reaktion auf das Vodafone Zuhause-Angebot folgte nun T-Mobile. Besser die Telekom verliert die Festnetzkunden an die eigene Tochter als an die Konkurrenz, dachte man sich wohl in Bonn. T-Mobile@home ist nur der AnfangDas neue T-Mobile@home-Angebot steht dabei nicht für sich alleine, sondern ist Teil einer größeren Konvergenz-Strategie des Bonner Konzerns. Als nächstes sollen zur CeBIT das angekündigte Dual-Phone-Angebot, das die Vorteile des Festnetzanschlusses mit denen des Mobilfunks vereint, und der Ausbau des Triple-Play-fähigen VDSL-Netzes folgen. Zuvor startete bereits - ebenfalls zaghaft mit vergleichsweise unattraktiven Minutenpreisen - T-Online mit Internet-Telefonie, zudem wurde der Anrufbeantworter für den Festnetz- und den Mobilfunk-Anschluss zusammengeführt. Denn auch für die Tk-Anbieter haben solche Kombi-Modelle Vorteile: Sie können sich vor Kundenabwanderungen schützen, die Aufwendungen für Infrastruktur und Applikationen reduzieren und neue Geschäftsfelder erschließen. Gerade die Telekom, die über ihren integrierten Töchter in mehreren Bereichen tätig ist, besitzt hier Synergiepotenziale.
Doch der neue Mobilfunkanschluss für zu Hause zeugt davon, dass der Telekom bei
diesem Schritt nicht ganz wohl zumute ist. Die angekündigte große Revolution ist
das Produkt nämlich nicht. Vielmehr gleicht T-Mobile@home größtenteils den
vergleichbaren Angeboten von Vodafone und
o2. Nur die Family&Friends-Option - quasi ein
Mehrgeräteanschluss auf Funkbasis - sticht da heraus. Deshalb wird T-Mobile mit dem
selben Problem zu kämpfen haben wie die Konkurrenz: Wie können sie die Kunden dazu
bringen, auf den Festnetzanschluss ganz zu verzichten?
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