Produktreihe

DECT light: Sendepause für die Dauerstrahler

Feature verordnet DECT-Telefonen eine Pause in der Basisstation
Kommentare (114)
AAA

Die Auswirkungen der von schnurlosen Telefonen ausgehenden Strahlung auf die Gesundheit des Menschen erhitzen die Gemüter. Zwar ruft die mit 100 Hertz gepulste DECT-Strahlung Reaktionen im Körper hervor, ob diese aber gesundheitsschädlich sind, konnte noch nicht einwandfrei belegt werden. Überraschenderweise lässt viele Telefonteilnehmer die potenzielle Gefahr durch DECT-Basisstationen, die stärker als Mobilfunkmasten und auch im Ruhezustand strahlen, kalt. In fast jedem Haushalt basiert das Schnurlostelefon inzwischen auf dem DECT-Standard. Telefone mit dem ungefährlicheren analogen Funkstandard CT1+ sind dagegen nur noch bis zum Jahr 2008 zugelassen und im Handel nur noch selten zu finden.

Für diejenigen Telefonteilnehmer, die sich um ihre Gesundheit sorgen, beim Telefonieren aber nicht auf ihre Bewegungsfreiheit verzichten wollen, bietet der Hersteller Swissvoice [Link auf http://www.swissvoice.eu.com/ entfernt, da Seite nicht mehr erreichbar] eine neue, strahlungsärmere DECT-Produktreihe auf dem deutschen Markt an. Nach Angaben des Unternehmens wird durch einen eingebauten, so genannten Eco-Modus die Strahlung der Geräte im Bereitschaftszustand erheblich reduziert. Dieser Modus, der die Reichweite der DECT-Telefone im Freien von üblicherweise bis zu 300 Metern auf einige Zentimeter verkürzt, werde automatisch aktiviert, sobald das Handteil in die Basisstation eingesetzt wird.

Die gepulste Strahlung wird nicht ganz abgeschaltet

Das Eurit 577 Ganz abgeschaltet wird die gepulste Strahlung natürlich nicht, den Dauerstrahlern wird aber in der Basisstation eine zwischenzeitliche Sendepause verordnet. Voraussetzung ist, darauf weist der Berufsverband Deutscher Baubiologen (VDB) hin, dass nur ein einziges Mobilteil an der Basisstation angemeldet ist. Der Verband, der immer wieder vor den Gefahren der DECT-Strahlung warnt, wertet solche Geräte als ersten Schritt in Richtung Reduzierung der Dauer von DECT-Emissionen. Während eines Telefonats sei der Benutzer aber weiterhin mit unveränderter Intensität der gepulsten Strahlung von Mobilteil bzw. Basisstation ausgesetzt. Allerdings reklamiert Swissvoice für seine neuen Geräte, dass die Sendeleistung des Handteils außerhalb der Basisstation um rund 70 dB gesenkt werde.

Vorgänger der Geräte mit Eco-Modus ist das Bossart-Modell Orchid LR 108, mit dem der Hersteller wie jetzt auch Swissvoice offen um Kunden wirbt, die um ihre Gesundheit fürchten. Auch die Swisscom verkauft seit einiger Zeit mit Modellen wie dem Top A321 (268 Franken oder rund 174 Euro) oder dem Classic A313 (148 Franken oder rund 96 Euro) strahlungsärmere Geräte, allerdings nur mit verstecktem Hinweis auf das als "Eco-Mode" bezeichnete und nicht näher erklärte Merkmal.

1 2 vorletzte