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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Chancen der Telekom auf Bundesliga-Rechte steigen13.12.2005
12:05 Bezahlsender Premiere hat sich offenbar verspekuliert
Die Fernsehrechte an der Fußball-Bundesliga für die kommende Saison sind heiß
begehrt. Nicht nur der größte deutsche Kabelnetzbetreiber, Kabel Deutschland
(KDG), möchte sich die Übertragungsrechte im
freien Fernsehen, im Pay-TV und im Internet sichern, auch die
Deutsche Telekom und der Bezahlsender
Premiere bieten um die
Rechte mit. Während die Telekom die freien Rechte offenbar an die
öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF abtreten will, hat Premiere rund
250 Millionen Euro geboten, um die Spiele nur im eigenen Programm
ausstrahlen zu können. Wie heute die Frankfurter Allgemeine Zeitung
(FAZ) berichtet, droht Premiere
im Rechtepoker allerdings leer auszugehen.
Nach Informationen aus Funktionärskreisen soll sich der Bezahlsender mit seinem Alleingang verspekuliert haben. Stattdessen werde es auf der Vollversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) am 21. Dezember in Frankfurt, auf der das abgeschlossene Geschäft verkündet werden soll, "eine Sensation" geben. Für Premiere-Kunden würde dies bedeuten, dass sie mehrfach - für die volle Ausstrahlung der Bundesligapartien an die Telekom, für das Anschauen der Champions League-Partien an Premiere sowie GEZ-Gebühren - zahlen müssen, um alle Partien verfolgen zu können. Dem Bericht zufolge verhandelt Premiere nun mit der DFL unter Zeitdruck nach. Telekom sucht Inhalte für das neue HochgeschwindigkeitsnetzDie Telekom besitzt jedoch die größeren finanziellen Reserven und hat durchaus gute Chancen, die TV-Inhalte anbieten zu können. Wie die deutschen Kabelnetzbetreiber auch arbeitet der Bonner Konzern verstärkt an Triple-Play-Angeboten. Zu diesem Zweck will sie ein neues Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz aufbauen, das Datenübertragungsraten von bis zu 50 MBit/s erlauben wird. Um geeignete Angebote für den Daten-Highway anbieten zu können, bietet die Telekom inzwischen - wie im Fall der Fußball-Bundesliga - um Fernsehrechte mit. Mit Triple-Play-Angeboten hoffen aber auch die Kabelnetzbetreiber, im Wettbewerb mit den Internetprovidern Marktanteile zu gewinnen. Dazu rüsten sie ihre Netze nach und nach rückkanalfähig auf. Im vergangenen Jahr haben die Unternehmen rund 172 Millionen Euro in den Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur investiert, Ende dieses Jahres sollen es weitere 185 Millionen Euro sein. Sollten Kabel Deutschland oder die Telekom sich die Rechte an der Bundesliga sichern, ginge das auch zu Lasten der Bewohner der ländlichen Gebiete, die nicht mit den entsprechenden Netzen versorgt sind.
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