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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Editorial: UMTS auf dem Vormarsch27.11.2005
16:35 Mehr Nutzer, weniger Kosten
"Die erste Million ist immer die schwerste": Dieser
bekannte Kaufmannsspruch lässt sich auch auf Kundenzahlen
anwenden. Ist es nämlich gelungen, einen Grundstock von
Personen von den Vorzügen einer neuen oder verbesserten
Technologie zu überzeugen, folgen meist recht schnell
weitere Nutzer. Erst dann, wenn die Marktsättigung naht,
flacht die Wachstumskurve wieder ab. Dieses Kundenverhalten
wurde in der Nachkriegszeit sowohl bei "weißer Ware" (etwa
Kühlschränke oder Waschmaschinen), wie auch bei
Unterhaltungselektronik beobachtet. Auch im Handymarkt
folgte die Entwicklung in der Vergangenheit diesem
auch als "S-Kurve" bezeichneten Verhalten.
Somit darf man Vodafone zur ersten Million UMTS-Kunden herzlich gratulieren. Diese Marke wurde binnen weniger als zwei Jahren nach dem Vermarktungsstart erreicht. Somit ist die Strategie von Vodafone, UMTS aggressiv in den Markt zu drücken, vorerst aufgegangen. Den Vorsprung, den sich Vodafone gesichert hat, dürften die Konkurrenten nicht ganz so einfach aufholen können, wenn in einigen Jahren gemäß der prognostizierten Wachstumskurve der Massenansturm einsetzt. Andererseits: Noch hat keiner der Netzbetreiber auch nur ansatzweise die hohen Startkosten für UMTS, wie Lizenzkosten und Netzaufbau, wieder reingeholt. Und selbst bei den laufenden Werbekosten geht Vodafone derzeit wahrscheinlich noch in Vorleistung. Insbesondere der am stärksten beworbene Dienst, Mobile TV, soll auch künftig nämlich weitgehend verschenkt werden. Entscheidend für den Erfolg der UMTS-Strategie von Vodafone wird somit sein, ob die Kunden dem Dienst und Vodafone treu bleiben. Ein wichtiger Erfolgsmesser ist, ob die bisherigen Kunden bei der nächsten Vertragsverlängerung wieder ein UMTS-Handy wählen. Erste Erfahrungen diesbezüglich werden allerdings angesichts der 24-monatigen Laufzeit der üblichen Mobilfunk-Verträge erst ab Sommer nächsten Jahres vorliegen. Zudem ist nicht damit zu rechnen, dass die Netzbetreiber die Zahlen zur UMTS-Treue veröffentlichen. Intern werden diese aber dazu herangezogen werden, über das weitere UMTS-Engagement zu entscheiden. BilligerUnterdessen sinken die Kosten für den UMTS-Einstieg und die UMTS-Nutzung. BASE wird eine Datenflatrate für 25 Euro monatlich anbieten. Zusammen mit der Sprachflatrate zahlt man dann 50 Euro im Monat. Das ist nur wenig mehr, als ein analoger Telefonanschluss, ein DSL-Anschluss und ein Vertragshandy im Monat kosten - noch ohne Flatrate für Sprache und Daten. Nachteile der doppelten Flatrate von BASE im Vergleich zum Festnetz-Anschluss sind jedoch die hohen Kosten für den Anrufer (es sei denn, dieser hat ebenfalls BASE) und die im Vergleich zu DSL doch deutlich geringere Geschwindigkeit. Allerdings wird UMTS im nächsten Jahr schneller. Auch die Gerätekosten sinken. Vodafone bietet UMTS-Handys im Prepaid-Bundle bereits ab knapp 150 Euro an. Restposten und Gebrauchtgeräte der ersten UMTS-Endgeräte sind bereits für unter hundert Euro Kaufpreis erwerbbar. Mit Vertrag ist bereits das "1-Euro-Niveau" erreicht, etwa für das Sony-Ericsson K600i im Online-Shop von E-Plus. Niedrigere Gerätepreise werden immer mehr Endkunden in die schnellen Netze treiben. Beim PC-Kauf greifen Kunden oft ebenfalls zum schnelleren und besser ausgestatteten Gerät, in der Hoffnung, dadurch zukunftssicher zu wählen. Die bessere Technik wird damit quasi zum Selbstläufer, auch dann, wenn man sie nicht unbedingt braucht. Anzeige:
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