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Verwirrung um GMX-VoIP-Flatrate

Bestellung ohne Hardware war nur kurzzeitig möglich
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Die Freude darüber, dass man die Internet-Telefonie-Flatrate von GMX für Gespräche ins deutsche Festnetz auch ohne Hardware bestellen kann, währte nicht lange. Inzwischen hat der Münchner Provider seine Konditionen nochmals geändert. Seitdem muss man den DSL-Telefon-Adapter wieder zwingend mitbestellen - unabhängig davon, ob man diesen benötigt oder nicht.

Dadurch zahlen Kunden, die sich für den Telefon-Pauschaltarif entscheiden, nicht nur 9,99 Euro pro Monat, sondern zusätzlich - inklusive Porto - 39,59 Euro für den Adapter. Die Flatrate hat eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten. Legt man den Kaufpreis für den Adapter auf die monatliche Grundgebühr um, so kostet der Tarif insgesamt 13,29 Euro im Monat.

Das ist immer noch deutlich weniger als andere VoIP-Pauschaltarife, die nicht an einen DSL-Resale-Anschluss gebunden sind. Anbieter wie sipsnip oder Nikotel berechnen zwischen 17,50 und 20 Euro für die Sprach-Flatrates, bieten aber gegenüber GMX den Vorteil, dass der Kunde monatlich kündigen kann.

Pressestelle: "Flat ohne Hardware war kurzfristiger Test"

Die GMX-Pressestelle teilte auf Anfrage von teltarif.de mit, bei der Möglichkeit, die Flatrate auch ohne Hardware zu bestellen, handelte es sich lediglich um einen kurzfristigen Test. Derzeit hat die Pressestelle noch keine Informationen dazu, ob es in Zukunft wieder möglich sein wird, die Flatrate ohne den Adapter zu bestellen.

Nutzen muss man den Adapter allerdings nicht, wenn man die Telefon-Flatrate bucht. Wie auch bei den meisten anderen VoIP-Anbietern kann der Kunde auch für den Pauschaltarif seine eigene Hardware oder ein Software-Telefon nutzen. Eine Ausnahme macht z.B. Nufone, das jedoch nur in einigen Städten angeboten und kaum noch vermarktet wird.