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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Mobilfunk-Kunden müssen Discounter-Vorteile erst kennenlernen24.10.2005
18:15 debitel-light-Chef Jörg Kühnapfel und der Discount-Markt
Seit dem ersten Prepaid-Discountangebot,
das Tchibo vor einem Jahr in Kooperation mit
o2 platziert hat, entwickelt sich dieser Markt in Deutschland
rasant. Mittlerweile drängeln sich eine ganze Reihe neuer Anbieter im
Discount-Segement, die ein möglichst großes Stück vom Kuchen abhaben wollen.
Dabei liegt auf der Hand, dass die jeweiligen Stücke kleiner werden, wenn mehr
Anbieter etwas abhaben wollen. Es sei denn, es gelingt, den Kuchen größer zu
machen, sprich, den Anteil des jeweiligen Segments am Gesamtmarkt zu vergrößern.
Die Schätzungen liegen zwischen 8 und 20 Prozent Marktanteil für die
Discounter.
Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass sich Mobilfunkdiscounter mittelfristig einen harten Überlebenskampf liefern werden. Derzeit sind die Newcomer wie debitel-light oder blau.de erst dabei, sich überhaupt einen Kundenstamm aufzubauen. Wie debitel-light Chef Jörg Kühnapfel in einem Gespräch mit teltarif.de erklärte, geht es derzeit vor allem darum, den Kunden die neuen Möglichkeiten der Discount-Tarife überhaupt nahe zu bringen. Denn bisher sei der Markt in Deutschland vor allem Hardware-getrieben, die Kunden würden sich vor allem für neue Geräte interessieren und einen Mobilfunk-Vertrag eher als Nebenwirkung betrachten, den das neue Handy mit sich bringt. Dass die Mobilfunkkunden das neue Handy über hohe Gesprächs- und Monatspreise abzahlen würden, sei vielen nicht wirklich klar. Die Menschen müssten erst lernen, dass es jetzt günstigere Möglichkeiten gibt, mobil zu telefonieren. Internet ist zu unpersönlichAuch das Unpersönliche beim Internet-Vertrieb sei derzeit noch ein Markthindernis. Wie berichtet läuft der Internet-Vertrieb für debitel-light nicht ganz so wie erwartet. Insgesamt habe sich die Lage aber schon gebessert, auch die aktuellen Discount-Wochen würden gut angenommen. Ein großer Teil der debitel-light-Käufer würde sich im Internet für den Tarif informieren und ihn dann auch per Internet abschließen - allerdings zumeist erst, nachdem man sich noch einmal per Telefon im Call Center informiert habe. Hier sieht Kühnapfel mittelfristig einen Vorteil von debitel-light: Man setze sehr stark auf die Dienstleistungs-Schiene und ermögliche den Kunden, das Online-Angebot debitel-light auch ohne Internet - nämlich per Call Center - abzuwickeln. Das sei für bestimmte Kundengruppen durchaus interessant. Für die Kunden sei offenbar beruhigend, dass es jemand gibt, den man ansprechen kann. Derzeit wird noch rund ein Drittel der debitel-light-Verträge über den Handel abgeschlossen. Für eine Ausdifferenzierung von Angeboten für bestimmte Zielgruppen wie Senioren oder Schüler sei der Markt aber noch zu jung. Noch bestimmten die informierten und Mobilfunk-interessierten early adopter das Bild, der typische Disount-Käufer sei männlich und um die 40 Jahre alt. Das spiegele sich auch in der Werbung, die vor allem auf diese Zielgruppe abgestimmt sei. Allerdings ist Käufer nicht gleich Nutzer, viele Käufer würden die Karte an Partner oder Kinder weiter geben. Rufnummernportierung würde weitere Potentiale eröffnenAuch die Möglichkeit, das Guthaben auf der Handy-Karte per 0900-Nummer aus dem Festnetz aufzuladen, würde besser als erwartet angenommen. Rund zehn Prozent der Aufladungen erfolge bereits über diesen Service, Tendenz steigend. Weitere zehn bis fünfzehn Prozent der Kunden nutzen die automatische Aufladung, weitere fünf Prozent der Aufladungen erfolgen über die Geschenk-Option. Noch ist nicht klar, welche Umsätze diese Kunden pro Monat durchschnittlich vertelefonieren, jedoch erwartet Kühnapfel, dass sie auch bei debitel-light im Bereich der ARPUs liegen werden, die im internationalen Vergleich dieser Angebote erreicht werden - das wären derzeit etwa 10 Euro. Dabei würde bei dem Modell von debitel-light keine Rolle spielen, mit welcher Art von Gesprächen diese Umsätze zustande kämen. Ein Hindernis für die Prepaid-Discounter ist hierzulande auch, dass man seine bisherige Nummer nicht diesen Discountern mitmehmen kann. Hier sind die grundgebührfreien Verträge wie SIMply oder klarmobil.de im Vorteil. Allerdings ist zu erwarten, dass die Rufnummernportierung zu Prepaid-Discountern auch irgendwann möglich sein wird. Von E-Plus war einmal zu hören, dass diese Möglichkeit ab dem nächsten Jahr zur Verfügung gestellt werden soll. Wann das tatsächlich der Fall sein wird und zu welchen Bedingungen die bisherige Rufnummer dann portiert werden kann, ist aber noch nicht absehbar. Anzeige:
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