Die von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD)
Anfang 2004
initiierte SMS-Fahndung ist gescheitert. Wie das
Nachrichtenmagazin
Focus vorab berichtete, erklärte das
Polizeipräsidium Bochum als bundesweit letzte Behörde das Projekt für
beendet. Zuvor war der Versuch bereits in
Magdeburg und
Lüneburg
eingestellt worden.
Der Bochumer Rückzug sei die Konsequenz aus dem Beschluss des
nordrhein-westfälischen Innenministeriums, auf die landesweite
Einführung der SMS-Fahndung zu verzichten, berichtete das Blatt.
"Kein einziger Täter ist überführt, kein einziger Vermisster gefunden
worden", sagte ein Ministeriumssprecher. Alle anderen Polizeibehörden
hatten laut Focus die Täterjagd per Mobiltelefon wegen erheblicher
Zweifel an der Effizienz erst gar nicht eingeführt. In der
Bevölkerung stießen die Fahndungsaufrufe kaum auf Resonanz.