Der Siegeszug der E-Mail erreicht nach dem Internet nun auch den
Mobilfunksektor: Für mehr als jeden zweiten Entscheider der
Telekommunikationsbranche ist E-Mail der wichtigste Dienst in der mobilen
Kommunikation. Damit verdrängt die elektronische Post (52 Prozent) die Kurznachricht
SMS
(42 Prozent) sowie Sprache (39 Prozent) auf die Plätze zwei und drei. Zu
diesem Ergebnis kommt die Studie TELCO Trend, die von der Unternehmensgruppe
Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Umfrage-
und Beschwerdemanagementsoftware Inworks durchgeführt wurde.
Die E-Mail, bereits heute wichtigster Dienst im Internet, bietet ein großes
Potenzial für die mobile Nutzung. Insbesondere Unternehmen profitieren von den
Vorteilen der E-Mail gegenüber SMS. Mitarbeiter können Reise- oder Wartezeiten
effektiver nutzen, indem sie beispielsweise ihre Firmen-E-Mails von unterwegs
aus abfragen und bearbeiten können. Abläufe werden somit effizienter und
Mitarbeiter werden in die Lage versetzt, in sehr kurzer Zeit auf Nachrichten
zu reagieren.
Musikdownloads sind gefragt
Demgegenüber spielen Unterhaltungsdienste wie Klingeltöne oder
Spiele eine geringere Rolle für die Telekommunikationsentscheider. Nur 16 Prozent der Befragten zählen Entertainment momentan zu den drei wichtigsten
Angeboten, die per Handy genutzt werden. Die Ausnahme bilden die
Musikdownload-Angebote: Mehr als die Hälfte der Befragten geht von einer
starken Entwicklung in diesem Segment aus. "Das mobile Musikgeschäft
wird schon bald zu einem zentralen Geschäftsfeld im mobilen
Unterhaltungsgeschäft aufsteigen", prognostiziert Bernd Janke,
Telekommunikationsexperte der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting.
"Darüber hinaus werden sich mobile Kontaktportale sowie
Nachrichtendienste etablieren." Die Videotelefonie wird dem
Mobile Entertainment hingegen kaum neue Wachstumsimpulse geben.
Nur knapp 20 Prozent der Befragten bescheinigen dem bebilderten Telefonieren
eine starke Marktentwicklung bis 2008.
Die wichtigsten Dienste für die mobile Kommunikation:
- E-Mail: 52 Prozent
- SMS: 42 Prozent
- Sprache: 39 Prozent
- Informationen/Nachrichtendienste: 20 Prozent
- Entertainment: 16 Prozent
Damit das mobile Unterhaltungsgeschäft weiter wächst, wollen Hersteller,
Netzbetreiber sowie Serviceanbieter ihre Produktentwicklung noch stärker auf
die Kundenbedürfnisse ausrichten. Die große Mehrheit der Verantwortlichen der
Telekommunikationsunternehmen (87 Prozent) gibt günstigen Einstiegstarifen und
Schnupperangeboten die größten Chancen, um den Markt für mobile
Entertainmentangebote weiter voranzutreiben. 71 Prozent halten Flatrate-,
Abonnement- oder Pay-per-Use-Tarife für Erfolg versprechende Preismodelle.
Jeweils knapp 40 Prozent der Befragten setzen auf hochwertige Inhalte sowie
einfach zu bedienende Anwendungen.
Die Internet-Trendumfrage von Steria
Mummert Consulting entstand in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Umfrage- und
Beschwerdemanagementsoftware Inworks. Von Ende Mai bis Mitte Juli 2005 wurden
insgesamt 73 Fach- und Führungskräfte der Telekommunikationsbranche befragt.