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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 12.02.2012 |
Störsender gegen Handys im Knast?27.09.2005
11:05 Baden-Württemberg will Handynutzung in Gefängnissen unterbinden
Baden-Württembergs Justizminister Ulrich
Goll (FDP) will wie bereits berichtet gegen verbotene Handy-Telefonate von Gefangenen
vorgehen. Dazu startet das Land eine Bundesratsinitiative, mit der
der Mobilfunkverkehr in den Gefängnissen künftig mit dem Einsatz von
Störsendern unterbunden werden soll. "In den Gefängnissen ist der
Betrieb von Handys jetzt schon verboten. Leider lässt sich aber nicht
zuverlässig verhindern, dass Handys immer wieder auf abenteuerlichen
Wegen in die Anstalten geschmuggelt werden", sagte Goll am
gestern abend in Stuttgart.
Der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im kommenden März rechnet mit einer breiten Unterstützung für seine Initiative. "Schließlich haben alle Bundesländer das gleiche Problem." Die Mobiltelefone würden immer kleiner und passten zum Beispiel auch in Körperöffnungen. Dort seien sie selbst vom noch so sorgfältigen Wachpersonal nicht zu entdecken, da die Kontrollmöglichkeiten bei Besucherinnen und Besuchern gesetzlich beschränkt seien. Die Handys stellten eine erhebliche Gefährdung der Sicherheit und Ordnung im Vollzug dar, sagte Goll weiter. "Sie ermöglichen die Weiterführung krimineller Geschäfte aus der Zelle heraus. Entsprechend heiß begehrt sind die Geräte bei vielen Gefangenen." Manch einer versuche auf diese Weise, seine Flucht zu organisieren oder dirigiere Helfer von außen, wo und wann sie Geld oder Drogen über die Anstaltsmauer werfen können. "Außerdem besteht die Gefahr von Verdunkelungshandlungen, wenn Untersuchungsgefangene unüberwacht telefonieren", sagte Goll. Handysuchgeräte sind wenig effektivBisher habe man in Baden-Württemberg versucht, unerlaubt in die Anstalt eingebrachte Mobiltelefone durch spezielle Handysuchgeräte aufzuspüren. Der Nachteil sei jedoch, dass die Geräte nur dann anschlagen, wenn mit dem gesuchten Handy gerade telefoniert werde. Auch der Versand einer SMS werde nicht erfasst. "Die Trefferquote ist hier gering. Um das Problem endgültig in den Griff zu bekommen, halte ich deshalb den Einsatz von Handystörsendern für das einzig effektive Mittel", erklärte Goll. Wo kein Empfang mehr möglich ist, verliere das Handy seinen Nutzen. In Deutschland sind die Störsender nicht erlaubt. Durch eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes würde die notwendige Rechtsgrundlage für den Einsatz von Störsendern im Vollzug geschaffen. dpa / Marie-Anne Winter
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