Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will sich mit allen Mitteln
gegen einen
möglichen Stellenabbau bei der
Deutschen Telekom stemmen. Die laut Medienberichten
geplante Streichung von bis zu 45 000 Arbeitsplätzen bei der
Festnetzsparte T-Com sei eine "Kampfansage an die Beschäftigten", erklärte
der stellvertretende Verdi-Vorsitzende Franz Treml heute in Berlin. "Damit würde
fast jeder zweite Arbeitsplatz bei der T-Com gestrichen. So etwas machen wir
nicht mit", unterstrich Treml.
Das manager magazin
hatte gestern berichtet, in der Festnetzsparte
müssten bis 2008
jährlich 10 000 bis 15 000 Stellen abgebaut werden. Insgesamt
beschäftigt T-Com 110 000 Mitarbeiter.
Als "äußerst irritierend" kritisierte es Treml zudem, dass T-Com-Vorstand
Walter Raizner behaupte, die Festnetzsparte drohe ein Sanierungsfall zu
werden. "Diese Aussage entbehrt jeder betriebswirtschaftlichen Grundlage",
sagte Treml. Wer so rede, schade dem Unternehmen.