Protest

Verdi kündigt Widerstand gegen Telekom-Stellenabbau an

Gewerkschaft: Aussagen Raizners schaden dem Unternehmen
Von AFP /
Kommentare (242)
AAA

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will sich mit allen Mitteln gegen einen möglichen Stellenabbau bei der Deutschen Telekom stemmen. Die laut Medienberichten geplante Streichung von bis zu 45 000 Arbeitsplätzen bei der Festnetzsparte T-Com sei eine "Kampfansage an die Beschäftigten", erklärte der stellvertretende Verdi-Vorsitzende Franz Treml heute in Berlin. "Damit würde fast jeder zweite Arbeitsplatz bei der T-Com gestrichen. So etwas machen wir nicht mit", unterstrich Treml.

Das manager magazin hatte gestern berichtet, in der Festnetzsparte müssten bis 2008 jährlich 10 000 bis 15 000 Stellen abgebaut werden. Insgesamt beschäftigt T-Com 110 000 Mitarbeiter.

Als "äußerst irritierend" kritisierte es Treml zudem, dass T-Com-Vorstand Walter Raizner behaupte, die Festnetzsparte drohe ein Sanierungsfall zu werden. "Diese Aussage entbehrt jeder betriebswirtschaftlichen Grundlage", sagte Treml. Wer so rede, schade dem Unternehmen.