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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Wird DSL wieder teurer?19.09.2005
14:37 T-Com hat höhere Vorleistungsentgelte beantragt
Auf die deutschen Breitbandkunden könnten in Zukunft wieder höhere Nutzungskosten
zukommen. Die Deutsche Telekom will nämlich die
Preise für den zwischen den Web-Plattformen der Internetprovider und den
DSL-Anschlüssen der Kunden im T-Com-Netz anfallenden
Datenverkehr gehörig anheben. Die Telekom hat bei der Bundesnetzagentur
(BNetzA) beantragt,
die so genannten ZISP-Entgelte (Zugang zum ISP) von derzeit
52 Cent pro 10 kBit/s auf 1,56 Euro zu
erhöhen.
Die Bonner begründen diese Maßnahme mit der wachsenden Zahl an DSL-Anschlüssen bei gleichbleibendem Datenvolumen im Zugangsnetz. Deshalb rechnet das Unternehmen nicht mit einer Verbesserung der Netzauslastung. Von dem Regulierer erwartet der Konzern, dass dieser sich bei der Preisfestsetzung an tatsächlichen Gegebenheiten und Kosten orientiere statt sich dabei auf die Annahme einer sich immer weiter verbessernden Netzauslastung zu stützen. VATM befürchtet bei höheren ZISP-Entgelten gebremstes MarktwachstumDer Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) befürchte dagegen durch höhere Vorleistungspreise ein gebremstes Marktwachstum und fordert eine deutliche Senkung der Entgelte für die breitbandige Vorleistung. "Der deutliche Preiswettbewerb im Bereich der DSL-Flatrates hat seit Beginn des Jahres 2005 den Kunden um durchschnittlich 15 bis 20 Euro pro Monat entlastet", rechnet Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Branchenverbands, vor. Steigende Nutzungsentgelte für bandbreiten-intensivere Anwendungen ließen sich aufgrund der anhaltend steigenden Preise für andere Versorgungsgüter wie etwa Gas, Strom und Mineralöl kaum noch abbilden und würden die Akzeptanz der neuen Nutzungsformen im Internet - etwa bei VoIP, Musikdownloads, Video on Demand, E-Learning oder der Online-Steuerklärung - behindern. Die Bundesnetzagentur müsse bei der Preisermittlung für die nutzungsabhängigen ZISP-Entgelte eine Senkung um mindestens 20 Prozent anordnen, auch damit Deutschland im europäischen Umfeld wettbewerbsfähig bleibe. "Gerade für bandbreiten-intensive Produkte benötigt der Markt Planungssicherheit und möglichst niedrige effiziente Vorleistungspreise", führt Grützner aus. "Sie bieten die Plattform, um stärker nutzungsfördernde Flatratemodelle weiter zu entwickeln und zu vermarkten, die auf der Basis von sprach- und datenintegrierten Anwendungen dem Verbraucher in Form von höherer Angebotsvielfalt, innovativen Produkten und bezahlbaren Preisen Vorteile bringen." Bis zum 31. Oktober dieses Jahres muss die Bundesnetzagentur über neue Vorleistungspreise der Deutschen Telekom entscheiden, die für nahezu alle alternativen Angebote der Wettbewerber im DSL-Privatkundensegment ausschlaggebend sind. Heute findet die öffentliche Anhörung zur Entgeltgenehmigung für die breitbandige Vorleistung statt. Auch im vergangenen Jahr hatte die T-Com eine Erhöhung der ZISP-Entgelte beantragt, die Bundesbehörde hatte allerdings eine Senkung angeordnet - gültig für ein Jahr. Die Bundesnetzagentur will damit in dem sich rasant entwickelnden Markt "kurzfristig auf neue Entwicklungen sachgerecht reagieren".
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