Überblick

Aktuelle VoIP-Flatrates im Vergleich

Nicht allein der Preis sollte die Wahl entscheiden
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Nicht nur die herkömmlichen Festnetzfirmen, auch immer mehr Internet-Telefonie-Anbieter setzen auf günstige Pauschaltarife. Damit kann der Kunde für weniger als 20 Euro im Monat ohne Begrenzung via Voice over IP (VoIP) ins deutsche Festnetz und in einigen Fällen auch in die Festnetze weiterer Länder telefonieren. Im Rahmen unseres Schwerpunktthemas dieses Monats haben wir die Kosten und Zusatzleistungen der wichtigsten Angebote auf dem Markt miteinander verglichen. Unser Fazit: VoIP-Flatrates lohnen sich nicht für jeden und nicht immer sollte allein der Preis die Wahl für oder wider ein VoIP-Angebot entscheiden.

VoIP-Anbieter werben immer wieder mit der Möglichkeit, kostenlose Telefongespräche über das Internet führen zu können. Das ist zumindest irreführend: Zwar fallen in der Regel für Verbindungen zwischen den VoIP-Kunden eines Providers oder den Kunden von Netzpartnern keine Minutenentgelte an, doch der Anrufer muss dabei immer noch den anfallenden Traffic - durchschnittlich 80 kBit/s jeweils für Up- und Downstream - bzw. die Onlinezeit bezahlen. Das gilt bei echten VoIP-Gesprächen auch für den Angerufenen. Eine Ausnahme bildet hier das Angebot von AOL, mit dem wie berichtet durch den Aufbau einer eigenen PPPoE-Verbindung wirklich kostenlose VoIP-Gespräche möglich sind. Voraussetzung: Der Kunde setzt die zertifizierte AOL-Hardware ein und besitzt einen auf T-DSL basierten Internetanschluss.

Wie sehen die anderen Gesprächskosten aus?

Telefonieren über das Internet Bei Telefonaten zu allen anderen Anrufzielen tickt auch beim VoIP-Anschluss der Gebührenzähler. Dabei werden fast durchweg Preise fällig, die eifrige Call-by-Call-Nutzer nicht wirklich begeistern können, zumal die Voraussetzungen für die Nutzung von VoIP - DSL-Anschluss und IP-Telefon oder andere VoIP-Hardware - deutlich höher sind. Call-by-Call-Nutzer benötigen lediglich einen Telefonanschluss der T-Com und müssen sich mit Hilfe unseres Tarifrechners die jeweils günstigste Sparvorwahl heraussuchen. Damit sich mehr Telefonteilnehmer zur Internet-Telefonie hinwenden, musste also etwas Neues her - beispielsweise VoIP-Pauschalangebote. Der Vorteil: Der Kunde zahlt einen monatlichen Grundbetrag und kann dann so lange zu bestimmten Anrufzielen telefonieren, wie er will.

Die erste VoIP-Flatrate brachte das amerikanische Unternehmen Easyphone24 auf den deutschen Markt. Damit konnte der Kunde anfangs für 29,90 Euro im Monat pauschal ins deutsche Festnetz und zu Festnetzanschlüssen mehrer europäischer und nordamerikanischer Länder telefonieren. Allerdings konnte die Europa & USA Flat im teltarif-Test nicht überzeugen. Das erste Pauschalangebot für VoIP-Gespräche rein ins deutsche Festnetz kam unter der Bezeichnung nufone von dem sipgate-Betreiber indigo networks GmbH. Seitdem sind viele weitere VoIP-Flatrate-Tarife von VoIP-Providern und auch von etablierten DSL-Anbietern wie 1&1, freenet oder QSC hinzugekommen.

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