Berufung

Microsoft geht im Wettbewerbs-Streit mit Brüssel in Berufung

Konzern will Konkurrenten Windows-Quelltext nicht offenlegen
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Der jahrelange Wettbewerbsstreit zwischen Microsoft und der EU-Kommission geht in die nächste juristische Runde. Wie der US-Softwarekonzern heute mitteilte, legte er bereits am 10. August Berufung beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg gegen eine Verurteilung wegen Monopolmissbrauchs durch die EU-Kommission ein. Brüssel hatte das Unternehmen im März 2004 zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 497 Millionen Euro verurteilt.

Die EU-Kommission wirft Microsoft vor, seine dominierende Stellung auf dem Markt für Computer-Betriebssysteme auszunutzen, um Anbieter von Zusatzprogrammen abzudrängen. Konkret geht es um die feste Einbindung des Microsoft-Produktes Media Player in Windows-Versionen, was aus Sicht Brüssels andere Hersteller von Film- und Musikabspiel-Programmen benachteiligt.

Die EU-Wettbewerbshüter hatte Microsoft Anfang Juni ultimativ aufgefordert, Windows ohne festen Zugriff auf den Media Player anzubieten und Informationen zu Software-Schnittstellen von Windows offenzulegen, die konkurrierende Firmen zur Entwicklung anderer Medien-Programme brauchen. Microsoft sieht darin jedoch seine Urheberrechte verletzt.