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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 12.02.2012 |
SMS-Betrug im Internet: Künast fordert Ausstieg der Mobilfunker06.09.2005
13:09 Mobilfunkanbieter sollen aus Handypayment-Systemen aussteigen
Nach dem Bekanntwerden einer neuen Betrugsmasche via Internet und Handypay hat Verbraucherschutzministerin Renate Künast schwere Vorwürfe gegen die deutschen Mobilfunkbetreiber erhoben. "Die Mobilfunkunternehmen dürfen sich an dieser Stelle nicht zu Inkassounternehmen machen. Da gilt es jetzt, zu reagieren und die Unternehmen aufzufordern, aus diesen Systemen komplett auszusteigen", sagte Künast gegenüber dem ARD-Wirtschaftsmagazin plusminus. Wer im Internet Geschäfte machen wolle, der sei "dringend gehalten, Regelungen einzuführen und die auch knallhart einzuhalten", so die Minsterin weiter.
Auf Internetseiten, die sich speziell an Kinder richten, zum Beispiel hausaufgaben.de, schuldino.de oder malvorlagen.de kommt statt Dialern jetzt ein neues Bezahlsystem zum Einsatz: Der Nutzer schließt mit Eingabe seiner Handynummer und einem PIN-Code automatisch ein Abonnement in Höhe von 9,98 Euro pro Tag ab. Eine Preisangabe ist zwar vorhanden, aber oft so versteckt, dass sie nicht ins Auge fällt. Die Abrechnung und das Inkasso für die unseriösen Geschäftemacher erfolgt über die Mobilfunkrechnung. Das so genannte Handypayment ersetzt zunehmend das Dialergeschäft. Die gesetzlichen Regelungen für die Dialer-Einwahl über teure 09009-Nummern wurden wie berichtet seit Juli dieses Jahres neu geregelt. Dies gilt insbesondere für Pflichten bei der Preisauszeichnung. Kündigung ist oft schwierigLaut plusminus liegen zahlreiche Fälle von Geschädigten vor, die auf die neue Masche reingefallen sind. Für belanglose Inhalte mussten sie bis zu 170 Euro zahlen. Die Kündigung des jeweiligen Abonnements beim Mobilfunkanbieter ist nicht möglich, das funktioniert nur per Internet. In einem Fall sollen die täglichen Abbuchungen selbst nach erfolgter und bestätigter Kündigung weiterhin erfolgt sein. Die Mobilfunkanbieter verweisen laut plusminus bisher auf die Inhalteanbieter und sehen keinen Handlungsbedarf. Einzig T-Mobile soll die Einwahl nach den ARD-Recherchen gesperrt haben. Zwar sei sie seit Freitag wieder aktiv, soll jetzt aber endgültig vom Netz genommen werden, so T-Mobile Sprecherin Marion Kessing gegenüber plusminus. Es heißt bei plusminus weiterhin, dass betroffene Kunden kaum eine Chance hätten: Weil der Preis, wenn auch nur versteckt, angegeben sei, bestünden die Forderungen zu Recht. Anzeige:
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