Postbank führt neues TAN-System gegen Phishing ein
07.08.2005 13:03
Indizierte Transaktionsnummern soll Risiken durch Phishing deutlich reduzieren
Die Postbank
führt das bereits angekündigte neue TAN-
System gegen den Datenklau durch das so genannte Phishing ein. Von
Montag an können die Kunden "indizierte Transaktionsnummern" (iTAN)
nutzen. Bei einer Online-Überweisung gibt der Computer vor, welche
TAN aus der Liste benutzt werden muss. Nur diese aktiviert dann die
Transaktion. Betrüger hatten versucht, Kunden durch angebliche Bank-
E-Mails eine TAN zu entlocken, um mit deren Hilfe dann das Konto zu
plündern. Das neue Verfahren soll
dies deutlich erschweren.
"Nach wie vor gilt aber, dass die Kunden ihre Daten nicht
preisgeben dürfen, wenn sie von Betrügern dazu aufgefordert werden",
mahnte die Postbank jedoch. Als zusätzliche Sicherheit können
Postbankkunden nun eigene Höchstlimits für Überweisungen festlegen.
Phisher verschicken E-Mails, die aussehen, als kämen sie von der
Bank des Kunden. Darin werden die Online-Banking-Nutzer aufgefordert,
unter anderem eine TAN einzugeben, die normalerweise zur Freigabe
einer Überweisung gedacht ist. Mit dieser TAN könnten Betrüger dann
selbst eine Überweisung vom Konto des Kunden in Auftrag geben.
Bisher bekamen Postbank-Kunden Listen mit 100 TAN, aus denen sie
frei wählen konnten. In Zukunft werden sie bei einer Transaktion
aufgefordert, eine bestimmt TAN aus der Liste zu nutzen. Die Gefahr,
dass ein Phisher eine erbeutete TAN einsetzen kann, sinkt damit auf
ein Prozent. Bislang hat nach Aussage der Postbank noch keiner ihrer
Kunden Phishing-Schäden erlitten.
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