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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Europas TK-Unternehmen: Chancen im Mittleren Osten04.08.2005
11:30 Booz Allen sieht Mobilfunkwachstum von 15 Prozent bis 2008
Während das Wachstum der europäischen Telekommunikationsmärkte stagniert,
prognostiziert die internationale Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton starke Zuwachsraten im Mittleren Osten. In einigen arabischen
Ländern werden in den nächsten zwei bis drei Jahren bis zu 30 Prozent mehr
Anbieter in den Markt drängen. "Aus europäischer Sicht bietet die
Liberalisierung im Mittleren Osten interessante Marktchancen", so Dr. Roman
Friedrich, Geschäftsführer und Telekommunikationsexperte bei Booz Allen
Hamilton. Während sich der Mobilfunkmarkt in Europa mit rund 3 Prozent Wachstum der
Stagnationsphase nähert, sind in den Golfstaaten bis 2008 Steigerungen von
rund 15 Prozent möglich. Die fortschreitende Liberalisierung wird ehemalige Monopolisten im Mittleren Osten zwingen, neue Kernkompetenzen aufzubauen, Kosten zu reduzieren und ein effektiveres Kundenmanagement zu etablieren.
Damit verknüpft seien interessante Einstiegsmöglichkeiten für westliche Anbieter. Diese können allein oder in Konsortien schon bei der Lizenzvergabe gegen die etablierten lokalen Anbieter antreten. Erfolgreiche Beispiele existieren bereits: TDC, der ehemalige Monopolist aus Dänemark, hat zusammen mit Qtel, dem bisher einzigen Mobilfunkanbieter in Katar, ein Memorandum of Understanding unterzeichnet und die zweite Mobilfunklizenz im Oman gewonnen. Gemeinsam führten sie im Mai einen Mobilfunkservice unter dem Namen Nawras Telecom ein. Auch Vodafone operiert in Kuwait und Bahrain zusammen mit MTC (Mobile Telecommunications Company K.S.C.) im Rahmen eines Partner Network Agreements. Laut Booz Allen Hamilton spitzt sich die Situation für etablierte Player im Mittleren Osten in den nächsten zwei bis drei Jahren zu, deren Marktanteile unter 55 Prozent sinken werden. "Inwieweit die marktbeherrschenden Anbieter ihre Positionen in einem liberalisierten Umfeld verteidigen können, hängt wesentlich vom Regulierungsprozess ab", so Friedrich. "Wir beobachten, dass die Regulierer den Markteintritt neuer Anbieter von mobilen Services mitunter auch mit ungewöhnlichen Regeln erleichtern und gleichzeitig den Machtmissbrauch durch die etablierten Anbieter unterbinden." Im Jemen, in Jordanien und im Oman stehe beispielsweise aktuell die Vergabe neuer Lizenzen an. Georg Stanossek
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