Auch bei dringlichen Anliegen sollten Anrufer
nicht die Grenzen des Telefonklingelns testen. "Fünf bis sechs Mal
Klingeln ist im Allgemeinen genug, wenn dann nicht schon der
Anrufbeantworter angesprungen ist", empfiehlt die Benimmexpertin
Elisabeth Bonneau aus Freiburg. Es könne schließlich sein, dass der
Angerufene zwar das Telefon hört, aber gerade verhindert ist.
Sensibilität gilt besonders im beruflichen Umfeld, um nicht mit
endlosem Gebimmel den vielleicht gerade selbst telefonierenden
Kollegen des Abwesenden die Nerven blank zu legen.
Wird der Anruf nicht von einem Anrufbeantworter entgegengenommen,
kann - um auszuschließen, dass man sich beim ersten Mal verwählt hat
- unmittelbar ein zweiter Versuch gestartet werden. Geht auch dann
niemand an den Apparat, sollte erst einmal eine Pause von mindestens
15 Minuten eingelegt werden, rät die Expertin.