Verfechter der Internet-Telefonie via (
VoIP) preisen
nicht nur die günstigen
Gesprächstarife des
IP-basierten Telefonierens, sondern sehen auch einen weiteren Vorteil gegenüber
dem herkömmlichen Festnetzanschluss in der nomadischen Nutzung. Theoretisch
lässt sich nämlich ein VoIP-Anschluss überall dort nutzen, wo es einen
Breitband-
Internetzugang gibt.
Dabei ist der VoIP-Nutzer sogar überall unter der selben
Rufnummer erreichbar, so lange er über einen schnellen Zugang mit dem Internet
verbunden ist. Das kann nicht nur für Geschäftsleute nützlich sein, sondern auch
für
Urlauber,
die aus der Ferne weiterhin in ständigem telefonischen Kontakt mit
den Daheimgebliebenen bleiben wollen.
Denn wenn die Gespräche über das Internet abgewickelt werden, lassen sich
unter Umständen Telefonkosten sparen, zumindest gegenüber der
Handynutzung im
Ausland ist die Internet-Telefonie die deutlich günstigere Alternative. Zum
Beispiel fallen so für den Urlauber die Entgelte für eingehende Anrufe oder die
Kosten für den Abruf der Mailbox weg. Und auch der Anrufer spart möglicherweise
Geld, da er lediglich ein inländisches Festnetzgespräch führt, wenn er einen
deutschen VoIP-Telefonanschluss mit zugeteilter Festnetzrufnummer anruft. Somit
fallen für den Anrufer, die üblichen Gebühren für Orts- oder Ferngespräche
bzw. zu 01805-Rufnummern an.
Was braucht man, um VoIP unterwegs nutzen zu können?
Ob es sich überhaupt lohnt, entsprechende VoIP-fähige Geräte in den Urlaub mitzunehmen,
hängt davon ab, ob der Nutzer am Urlaubsort einen kostengünstigen Zugang
zum schnellen Internet vorfindet, der außerdem die Internet-Telefonie unterstützt
- entweder per DSL-Leitung oder über einen der
WLAN-Hotspots, von denen es in Europa rund 13 000
in Flughäfen, Hotels, Internetcafés, Restaurants und Bars gibt. Hier hilft oft
ein Blick auf die Website des gewählten Hotels oder auf Internetseiten wie
www.hotspot-locations.de.
Ist der Internetzugang schon vergleichsweise teuer, rechnet sich das Telefonieren
per VoIP allerdings schon nicht mehr. Teilweise gibt es aber auch offene und
kostenlose Hotspots.

Nomadische Nutzung von VoIP
Neben dem Internetzugang und einem VoIP-Account bei einem der inzwischen
zahlreichen Provider braucht der voipende Urlauber ein
geeignetes Endgerät, das er zum Reiseort mitnehmen kann: Das kann entweder ein
Laptop mit installierter Telefonsoftware - einem so genannten Softphone -, ein
WLAN-fähiger oder ein per Steckkarte um WLAN erweiterbarer
PDA mit Telefonsoftware oder ein WLAN-VoIP-Telefon sein.
Während man ein Softphone für das Laptop oder den PDA bei vielen Providern oder
wie im Fall von Skype im Internet kostenlos erhält,
kosten mobile VoIP-Telefone ab 170 Euro bei gleichzeitiger Beauftragung eines
VoIP-Anschlusses.