
Firefly phone
Der US-Entwickler
Firefly Mobile
hat jetzt das erste amerikanische Kinder-Handy angekündigt. Obwohl es lediglich die
Sprachübertragung unterstützt, hat der Hersteller nicht das Vorschulalter im Visier,
sondern auch 8- bis 11-jährige Kunden. Mit den Ausmaßen von
88 mal 44 mal 20 Millimeter soll das
Handy speziell auf
Kinderhände ausgerichtet sein. Kinderfreundlich ist das Gewicht von nur
60 Gramm.
Daneben sieht Firefly Mobile Kinderwünsche vor allem durch die Auswahlmöglichkeit
zwischen 12 Klingeltönen, 7 Hintergrundfarben und 5 Animationen bedient.
Die Tastatur ist auf fünf Tasten beschränkt, davon sind zwei Direktwahltasten für
Mutter und Vater vorgesehen. Möglichen elterlichen Bedenken gegen eine unbeschränkte
Nutzung und entsprechende monatliche Kosten wird mit einem PIN-Code zur Programmierung
von 22 möglichen Rufnummern Rechnung getragen. Die Eltern sollen damit die Kontrolle
erhalten, zu welchen Rufnummern abgehende Anrufe überhaupt möglich sind.
Das Gerät besitzt eine Gesprächszeit von 6 Stunden oder eine Standby-Zeit von
205 Stunden. Der nicht entfernbare Lithium-Ionen-
Akku
macht den Charakter eines
eher für den kurzlebigen Gebrauch produzierten Gerätes deutlich. Für 99 US-Dollar
(80 Euro) ist es auch inklusive einer Prepaid-SIM-Karte und 30 Minuten
Gesprächszeit nicht besonders günstig. Zum Vergleich: Bei
Tchibo
ist das einfachste Gerät einschließlich
Prepaid-Karte und
10 Euro Gesprächsguthaben derzeit bereits für 39,95 Euro erhältlich. Die
10 Euro Gesprächsguthaben entsprechen mit dem Tchibo-Einheitstarif von 35 Cent
rund 29 Gesprächsminuten.
Zielgruppe von Mobilfunk-Anbietern in Deutschland noch unentdeckt


Firefly phone
Die Sorge, dass der Vorstoß des Handy-Herstellers auf die Zielgruppe der Kinder bald
auch auf Europa oder Deutschland überschwappt, ist derzeit unberechtigt. Das Gerät
von Firefly Mobile funkt nämlich nur auf den, in den USA gebrächlichen, GSM-Frequenzen
von 850 bzw. 1 900 MHz. Bleibt abzuwarten, ob das neue Produkt neben dem Interesse der
Medien auch das der Kunden wecken wird.
Hierzulande ist als spezielles Gerät mit eingeschränkten Funktionen für eine bestimmte
Zielgruppe vor allem das Simply-Angebot der
Vodafone Gruppe bekannt. Der Mobilfunkbetreiber konzentriert
sich mit diesem Angebot vor allem auf Kunden, die mit einfachen Geräten lediglich die
Grundfunktionen mobiler Kommunikation nutzen wollen. Angesichts der Gerätegröße liegt
die Vermutung nahe, dass diese Geräte vor allem die Altersgruppe der Senioren ansprechen
soll. Ob auch in Europa oder Deutschland bald die Zielgruppe der Kinder ins Visier von
Geräteherstellern und Mobilfunkbetreibern rückt, wird möglicherweise auch vom Erfolg
derartiger Produkte in Übersee abhängen.
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