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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
E-Plus-Chef: "Wir sind keine Mobile-Data-Verweigerer"10.07.2005
12:12 Wie soll die Begeisterung für das mobile Internet geweckt werden?Inhaltsverzeichnis:1. Kunden lassen UMTS links liegen2. Echte Internetseiten auf das Handy laden 3. Die Jagd nach einem Gespenst
Stagnierende Wachstumsraten bei den Kundenzahlen zwingen die deutschen
Mobilfunkbetreiber zum Umdenken. Um zukünftig die
Umsätze zu sichern, wollen die Anbieter ihre Kunden anregen, das Handy mehr zu
nutzen - nicht nur für das Telefonieren oder den Versand von
SMS, sondern beispielsweise auch für das Internetsurfen
von unterwegs, das Verschicken von E-Mails, das Nachrichtenlesen oder das Anschauen
von Videostreams. Die Dienste stehen bereit, der aktuelle Standard
UMTS sorgt für die nötige Übertragungsgeschwindigkeit.
Das Problem: Die Kunden zeigen daran noch kein Interesse.
nächste Seite: Echte Internetseiten auf das Handy laden
Ende 2004 gab es laut Bitkom etwas mehr als 250 000 UMTS-Kunden in Deutschland, für Ende dieses Jahres rechnet der sogar mit 2,5 Millionen. Die Zahlen der bis Ende April dieses Jahres verkauften UMTS-Geräte liegen mit 450 000 UMTS-Handys und allein von den beiden Marktführern T-Mobile und Vodafone verkauften 350 000 UMTS-Datenkarten auch schon höher als zuvor. Nach einer Einschätzung des Telekommunikationsexperten Torsten Gerpott von der Universität Duisburg-Essen sollte eine breite Kundenakzeptanz für UMTS auch erst vier bis sechs Jahre nach dem Vermarktungsstart - also frühestens Anfang 2008 - erwartet werden. Eine ähnliche Entwicklung hatte jedenfalls auch die Vorgängertechnik GSM in Deutschland genommen. Experten: UMTS wird am Bedarf vorbei vermarktetBranchenexperten kritisieren, dass die Mobilfunkbetreiber das Thema UMTS am Bedarf der Kunden vorbei vermarkten. Auf der jüngsten Handelsblatt-Tagung in Bonn gewann man aber auch den Eindruck, die Mobilfunkanbieter machen notgedrungen mit bei einem Spiel, für das sie keine rechte Begeisterung aufbringen können. Selbst Vodafone, das im vergangenen Weihnachtsgeschäft lautstark die Massenvermarktung von UMTS eröffnet hatte, ist inzwischen wieder stiller geworden. "Jetzt haben wir die Kartoffeln, nun essen wir sie auch", sagte der o2-Vorstandsvorsitzende Rudolf Gröger. Zugleich forderte er von den UMTS-Anbietern professionellere Vermarktungsstrategien, um den Appetit der Kunden auf die neuen Dienste zu wecken. "Keiner braucht heute Mobile Entertainment", sagte er. "Wir müssen den Menschen erklären, wozu sie es brauchen."
Der o2-Chef rät aus diesem Grund den Anbietern, bei der Vermarktung
praktische Aspekte wie Videotelefonie
oder Nachrichten-Push stärker in den Vordergrund zu rücken und gegenüber dem
Kunden fachliche Begriffe wie etwa "UMTS" seltener zu verwenden. "UMTS ist
die eingebaute Zukunft", versicherte er den Zuhörern in Bonn. "Der Appetit
kommt mit dem Essen." Damit das UMTS-Angebot den Kunden aber auch so richtig
schmeckt, müssen zunächst bessere Endgeräte auf den Markt kommen und die
Nutzungspreise sinken. Gröger erwartet, dass im kommenden Weihnachtsgeschäft
25 Prozent aller verkauften Vertragshandys UMTS-Geräte sein werden.
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