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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 21.03.2010 |
Mobile Erreichbarkeit ist nicht nur mittels Handy möglich, in bestimmten
Situationen hat ein Funkrufempfänger (englisch
"Pager") deutliche Vorteile, z. B. dort
wo nur passive Geräte (die selbst nicht senden) zugelassen sind.
Das kann etwa in einem
Krankenhaus oder einem chemischen Industriebetrieb sein. Trotz allem Netzausbau
haben die Handynetze bis heute große Funklöcher, wo der Funkruf vielleicht
noch funktioniert.
In seinem früheren Leben hat der älteste Mobilfunkbetreiber Deutschlands unter den Markennamen Scall, Cityruf und Skyper auch Funkruf betrieben. Im Rahmen der Konzentration auf die Kernkompetenz wurde die Funkrufsparte von T-Mobile vor einigen Jahren an das Startup-Unternehmen e*message in Berlin verkauft, die seit einiger Zeit als einziger Anbieter von Funkruf in Deutschland tätig sind. Quix und TeLMI mussten mangels zahlungskräftiger Kundschaft aufgeben, Cityruf und Skyper "leben" noch. Aus der T-Mobile-Zeit stammt ein Feature, über dessen Einstellung zum 1. August die Tochter der Deutschen Telekom jetzt nachdenkt: Die Erreichbarkeit von Funkruf per SMS. Wer beispielsweise den Cityruf-Empfänger 1234567 erreichen will, schickt einfach eine SMS mit bis zu 80 (!) Zeichen an die 0168-1234567 und nach 2-3 Minuten piept es. Für einen Skyper wäre die Rufnummer 01693-2345678 zu wählen. Das sind auch die Rufnummern, die zum Anrufen über ein Telefon benötigt werden. Auch in den USA kann man von T-Mobile Deutschland aus per SMS viele regionale Paging-Dienste erreichen, Paging hat in den USA gerade aufgrund der hohen Preis für ankommende Handygespräche immer noch Bedeutung. In Deutschland hatte Mannesmann D2 (heute Vodafone) ein "geheimes" Gate zum erloschenen Funkrufdienst Quix, das offiziell nie an den Start gehen durfte. Bei E-Plus und o2 hat man sich mit dem Thema SMS zum Funkruf nie offiziell beschäftigt, dennoch sind alle 4 Netzbetreiber Kunde bei Cityruf, um ihre Techniker zu alarmieren, wenn das eigene Netz ausfällt, wie man beim Funkruf-Anbieter e*message schmunzelnd verrät. Beim Durchsehen ihrer Statistiken stellten die Produktverantwortlichen bei T-Mobile fest, dass "im Zuge der fortschreitenden technischen Entwicklung der Dienst SMS zu Pager durch eine Vielzahl von Messaging-Diensten, z. B. SMS und MMS, abgelöst" wurde. Kurz und knapp: Man wolle den Dienst SMS zu Pager daher zum 31. Juli einstellen.
Kunden sollen bei T-Mobile widersprechen
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