Die von
Microsoft für diesen
Monat
angekündigten Sicherheitsupdates stehen auf der
Website des Softwareunternehmens zum Download bereit. Mit den Patches sollen drei
kritische Sicherheitslücken sowie sieben weitere mit hohem bzw. mittlerem
Schweregrad behoben werden. Kritische Sicherheitsanfälligkeiten will Microsoft
mit den Updates im Internet Explorer, in der HMTL-Hilfe und im Server Message
Block (SMB) von Windows schließen.
Mit dem im Security Bulletin MS05-025 beschriebenen Update werden zwei erst kürzlich
festgestellte, kritische Sicherheitsanfälligkeiten behoben, die alle aktuellen
Internet Explorer-Versionen betreffen. Darüber könnte ein Angreifer, der die
schwerste dieser Sicherheitsanfälligkeiten erfolgreich ausnutzt, vollständige
Kontrolle über ein betroffenes System erlangen und dann Programme installieren,
Daten anzeigen, ändern oder löschen oder neue Konten mit sämtlichen
Benutzerberechtigungen erstellen. Voraussetzung ist, dass der Benutzer mit
administrativen Benutzerberechtigungen angemeldet ist. Für Anwender, deren
Konten mit geringeren Benutzerrechten konfiguriert sind, soll dies geringere
Auswirkungen haben.
Auch die Sicherheitsanfälligkeit in der HMTL-Hilfe, die im Security
Bulletin MS05-026 behandelt wird, ermöglicht auf einem betroffenen
System die Codeausführung von Remotestandorten aus. Auch hierüber kann ein
Angreifer die vollständige Kontrolle über ein betroffenes System erlangen,
wenn der User mit administrativen Rechten angemeldet ist. Nutzer der
Windows-Versionen 98, SE, ME, 2000 und XP - auch mit SP1 und
SP2 - sollten dieses Patch so bald wie möglich
installieren.
Betroffen von der Schwachstelle im SMB, die unter Umständen ebenfalls
eine Codeausführung von Remotestandorten erlaubt, sind Anwender mit den
Windows-Systemen 2000, XP mit SP1 und SP2 sowie der Windows Server-Version
2003 mit SP1. Mehr über die Sicherheitslücke in dem Protokoll für Datei-,
Druck- und andere Serverdienste im Netzwerk berichtet Microsoft im
Security Bulletin MS05-027.
Sicherheitslücken hohen und mittleren Schweregrads
Als hoch bewertet Microsoft das Gefahrenpotenzial der restlichen
Schwachstellen, die am heutigen Patch-Day geschlossen werden. Darunter
befindet sich eine Sicherheitsanfälligkeit in Outlook Express
(MS05-030), im WebClient-Dienst von Windows
(MS05-028), in "Interaktives Training"
(MS05-031), in Outlook Web Access für Microsoft Exchange
(MS05-029). Einen mittleren Schweregrad bescheinigt das
US-Unternehmen den Sicherheitsanfälligkeiten in Microsoft Agent
(MS05-032), im Microsoft ISA Server 2000
(MS05-034) und in Windows Telnet-Client in Windows
Services für UNIX (MS05-033).