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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Universaler UMTS-Chip von Infineon14.06.2005
12:10 Mit SMARTi 3G ausgerüstete UMTS-Handys sind weltweit einsetzbar
Der Mobilfunkstandard UMTS sorgt für eine schnellere Datenübertragung als bisher und ermöglicht neue Anwendungen wie die Aufnahme,
den Versand und den Empfang von Videosequenzen oder Fernsehen für unterwegs.
Leider haben die weltweit tätigen Mobilfunknetzbetreiber und Konzerne bei der
Entwicklung von UMTS keinen Wert darauf gelegt, dass überall der selbe Standard
eingesetzt wird. Beispielsweise setzt China auf
eine eigene Entwicklung, in Deutschland erhältliche Handys können nicht in den
so genannten W-CDMA- und CDMA2000-Netzen der USA genutzt werden, und in Japan
existiert ein als "Foma" bezeichneter 3G-Standard. Zwar sind diese Standards
alle miteinander verwandt, jedoch laufen sie über voneinander abweichende
Frequenzbereiche. Insgesamt sechs Frequenzbereiche wurden festgelegt, in denen
weltweit UMTS-Dienste angeboten werden.
Die Folge: Wer überall auf der Welt UMTS-Dienste nutzen möchte, braucht ein teures Universalgerät, das auf verschiedenen Frequenzen arbeitet. Der Chiphersteller Infineon hat jetzt auf einer Fachmesse in Kalifornien einen neuen Chip vorgestellt, der Handys der nächsten Generation weltweit einsetzbar machen soll. Auf einer Fläche von fünf mal fünf Millimetern bringt der Chip mit dem Namen "SMARTi 3G" den Angaben zufolge die Sende- und Empfangselektronik für alle sechs Frequenzbereiche unter. Der SMARTi 3G ist in Mustern bereits verfügbar und soll von führenden Herstellern weltweit in die nächste Generation an UMTS-Handys eingebaut werden. Der in Deutschland und Österreich entwickelte und in Frankreich produzierte Chip wird in Silizium-Technik mit einer Strukturbreite von nur 130 Nanometer - ein Haar ist 500 Mal so dick - hergestellt. Mit 7,2 MBit/s erfülle er die Anforderungen der nächsten Generation von UMTS-Telefonen bei der Datenübertragung von der Basisstation zum Mobilgerät, teilt Infineon heute mit. In Mobilfunkgeräten ist ein Hochfrequenz-Transceiver für das Senden und Empfangen der Signale verantwortlich. Der Begriff "Transceiver" setzt sich aus den beiden englischen Wörtern "transmit" für übertragen und "receive" für empfangen zusammen. Vor dem Senden wandelt der SMARTi 3G die elektronischen Signale für Sprache oder Daten in Hochfrequenzsignale um und verstärkt diese. Empfangene Hochfrequenzsignale setzt er in niederfrequente elektronische Signale um, die dann im Prozessor des Handys in Sprache und Daten umgewandelt werden. Im letzten Jahr hat Infineon nach eigenen Angaben mehr als 170 Millionen Transceiver-Chips verkauft. Damit läuft etwa jedes vierte Handy weltweit mit einem Infineon-Transceiver. Mehr zu den unterschiedlichen UMTS-Standards auf der Welt erfahren Sie auf unserer Infoseite. Anzeige:
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