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Kabelnetzbetreiber investieren in Triple-Play-Ausbau

Telefon, Internet und Fernsehen über eine Leitung
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Rund 172 Millionen Euro haben die Kabelnetz-Betreiber im vergangenen Jahr in den Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur investiert. Für dieses Jahr sollen zudem weitere 185 Millionen in die Netzaufrüstung und die Einführung von Triple-Play-Angeboten gesteckt werden. Bis Ende Dezember wollen die vier großen Betreiber Kabel Deutschland (KDG), ish, Iesy und Kabel BW rund 4,1 Millionen Haushalten Telefon, Internet und Fernsehen über eine Leitung anbieten. Ende 2004 waren es 3,65 Millionen. Diese Zahlen veröffentlichte heute der Deutsche Kabelverband [Link entfernt] .

Die Kabelnetzbetreiber erwarten den Angaben zufolge ein überdurchschnittliches Wachstum in den Produktsegmenten Highspeed-Internet und Internet-Telefonie (VoIP) über das Fernsehkabel. Bereits im vergangenen Jahr sei in diesen beiden Segmenten ein 300-prozentiger Zuwachs an Abonnenten verzeichnet worden. Für 2006 würden dreistellige Wachstumsraten für Breitband-Internet und VoIP erwartet. Konkurrenz könnte den Kabelinternet-Anbietern durch die DSL-Anbieter erwachsen, die immer größere Bandbreiten anbieten und damit in der Lage sein werden, mehr Dienste über die Internetleitung abzuwickeln.

Der 2003 gegründete Deutsche Kabelverband ist die markt- und medienpolitische Plattform der Kabelnetzbetreiber, die aus den ehemaligen Regionalnetzen der Deutschen Telekom AG hervorgegangen sind. Seine Mitglieder bilden nach Angaben des Verbands mit über 17 Millionen versorgten Haushalten die nach dem Telefonnetz zweitgrößte Medien-Infrastruktur in Deutschland.

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