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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Web-Browser täuschen sichere Verbindungen vor24.05.2005
09:18 Entwickeltes Plugin ordnet sicheren Seiten Logos zu
Wer eine verschlüsselte Internetverbindung
startet, wähnt sich gemeinhin auf der sicheren Seite. Dabei sei
vielen Usern nicht bewusst, dass sich die Darstellung geschützter
Webseiten täuschend echt nachbauen lässt, warnt das
IT-Magazin iX in seiner
aktuellen Ausgabe. Solange Browserhersteller
diese Schwachstelle nicht
kompensieren, müssten Anwender vorsichtig sein. Bei
Phishing-Attacken
etwa bilden Online-Betrüger die Inhalte von Webseiten nach, die der
Aufnahme von persönlichen Daten dienen. Darüber hinaus imitieren sie
alle Bereiche des Webbrowsers, die den Benutzer über den
tatsächlichen Status der Verbindung informieren.
Solche browserspezifischen Sicherheitsindikatoren ermöglichen es dem Anwender normalerweise, eine gesicherte Verbindung von einer ungesicherten zu unterscheiden. Wenn aber alle vom Browser angezeigten Informationen auf die vermeintliche (mit dem Netzwerkprotokoll Secure Sockets Layer SSL) geschützte Webseite hindeuten und verschleiern, dass sie von einem anderen Webserver stammen, könne das vor allem für technisch unerfahrene User dramatische Folgen haben, schreibt die Zeitschrift. Persönliches Logo für mehr SicherheitMit neuen visuellen Methoden zur Zertifikationsüberprüfung wollen Hersteller und Forschungseinrichtungen jetzt gegen die Softwarefallen vorgehen, wie das Magazin weiter berichtet. Forscher des Department of Computer Science der Bar-Ilan-Universität in Israel hätten einen Programmzusatz (Plugin) für den Mozilla-Browser entwickelt, der die Präsenz einer SSL-Verbindung visuell unterstreiche. Bekomme ein Benutzer das erste Mal eine SSL-geschützte Webseite zu Gesicht, werde er aufgefordert, ihr ein persönliches Logo zuzuordnen, das er beim nächsten Besuch in einem bestimmten Bereich des Browsers wiederfindet. Fehle das Logo, befinde er sich nicht auf der ursprünglich angewählten Seite. Auch mit personalisierten Zusatzinformationen im Browserfenster könnten Anwender das Zustandekommen erwünschter Verbindungen leicht erkennbar dokumentieren, schlagen Forscher des Horst-Götz-Institutes der Ruhr-Universität Bochum dem Bericht nach vor. Fehlten diese persönlichen Elemente im Browser, lasse sich ein Visual-Spoofing-Angriff identifizieren. Beide Vorschläge basierten auf der Idee, dass ein Angreifer technisch nicht in der Lage ist, die Personalisierung auszulesen. Bis sich diese Sicherheitsvorkehrungen durchgesetzt haben, bleibe Anwendern allerdings nur das gesunde Misstrauen bei ihren Ausflügen ins Internet.
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ddp / Thorsten Neuhetzki
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