Die Zukunft der kriselnden
Siemens-Telekommunikationssparte
bleibt zunächst offen. Der taiwanesische
Acer-Konzern wolle die verlustreiche Handy-Sparte von Siemens nicht
kaufen oder von ihr Handys bauen zu lassen, sagte Acer-Sprecher Henry
Wang laut Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. Das Kerngeschäft
von
Acer bleibe der
Bau von Computern. Die "Süddeutsche Zeitung"
hatte in ihrer Samstagsausgabe
berichtet,
Verhandlungen zwischen Acer und
Siemens über eine Handy- Kooperation seien weit fortgeschritten. Nach
Information des "Spiegel" könnte sich Siemens mit dem kanadischen
Telekom-Ausrüster Nortel verbünden.
Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" brachte unterdessen
den amerikanischen
Motorola-Konzern ins Spiel, die Nummer zwei auf
dem internationalen Handymarkt. Die Gespräche zwischen Siemens und
Motorola seien "sehr weit fortgeschritten" schrieb das Blatt. Ein
erster Einstiegsversuch des US-Unternehmens sei an unterschiedlichen
Preisvorstellungen gescheitert.
Siemens-Chef Klaus Kleinfeld will am kommenden Mittwoch
bei Vorlage der Halbjahreszahlen über die Lage der
Kommunikationssparte informieren. Zu den Spekulationen über mögliche
Kooperationen wollte sich der Konzern nicht äußern. "Wir kommentieren
solche Gerüchte grundsätzlich nicht", sagte ein Siemens-Sprecher.
Siemens hat mit seinen Handys nach Schätzung von Analysten mitten im
Branchenboom auch im abgelaufenen Quartal wieder einen Verlust von
mehr als 100 Millionen Euro gemacht. Kleinfeld hatte gesagt, eine
Sanierung aus eigener Kraft sei ebenso möglich wie ein Verkauf, eine
Kooperation oder eine Schließung.
Im Festnetzbereich prüft Siemens nach Informationen des "Spiegel"
eine Kooperation mit dem angeschlagenen Telekom-Ausrüster Nortel.
Dabei werde auch eine Beteiligung an Nortel erwogen. Auch dazu wollte
der Konzern keine Stellungnahme abgeben.
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