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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Dialer-Betrüger sitzt hinter Gitter23.04.2005
15:57 Inzwischen liegen der Staatsanwaltschaft 250 Anzeigen vor
Der Hauptverdächtige im bundesweit bisher größten
Betrugsfall mit kostenpflichtigen Einwahlprogrammen im Internet sitzt seit heute
in Untersuchungshaft. Er sei am Morgen dem Untersuchungsrichter in Osnabrück
vorgeführt worden, sagte Staatsanwalt Jürgen Lewandrowski. Der Mann hatte sich
nach Lettland abgesetzt und war am Freitag ausgeliefert worden. Zusammen mit
zwei Komplizen aus Nordrhein-Westfalen soll der in Düsseldorf lebende
Hauptverdächtige mindestens 100 000 Menschen geschädigt haben. Der
Schaden liegt bei 20 Millionen Euro.
Polizeibeamte haben bisher 800 000 Einwahlen überprüftBeim Besuch von Internetseiten mit pornografischen Darstellungen wurden die Opfer über einen so genannten Dialer zu teuren Einwahlen umgeleitet. Der Dialer kassierte entweder 1,86 Euro pro Minute oder eine Art Grundgebühr von 45 Euro plus 95 Cent pro Minute. Allein für eine der 20 gebührenpflichtigen Nummern waren 850 000 Telefondaten gefunden worden. Die in dem Fall ermittelnden Polizeibeamten haben nach Angaben des Staatsanwaltes bisher 800 000 Einwahlen überprüft. Die Geschädigten mussten zum Teil sehr hohe Rechnungen zahlen. Die Verdächtigen sollen von Anfang 2002 bis August 2003 kassiert haben. Inzwischen liegen rund 250 Anzeigen vor. Viele der Opfer schreckten aber vor einer Anzeige zurück, sagte der Staatsanwalt. Die Osnabrücker Staatsanwaltschaft hatte nach ersten Anzeigen das bundesweite Sammelverfahren übernommen. Lewandrowski hofft, bis Ende des Jahres anklagen zu können. Nach Versendung von Fragebögen an mögliche Opfer sei bei der Staatsanwaltschaft in Osnabrück bislang "ein Waschkorb voll Post" eingegangen. "Wir haben auch DVDs und CDs bekommen", sagte Lewandrowski. Er rechne damit, dass noch mehr Post eingehe. Schutz vor DialernWie Sie sich vor Dialern schützen können und was es sonst noch beim Surfen im Internet zu beachten gilt, lesen Sie in unserem ausführlichen Sicherheits-Ratgeber. Weitere Informationen zu Dialern finden Sie auf unserer Infoseite. dpa / Björn Brodersen
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