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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Gesundheit: Ein Handynutzer kennt keine Furcht08.04.2005
11:58 Astbest, Atomkraft und Straßenverkehr machen den Deutschen eher Angst
Die meisten Handynutzer haben keine Angst vor
gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch den Mobilfunk. Trotzdem sind 41 Prozent der Nutzer "besorgt" oder "mäßig besorgt". Das geht aus einer repräsentativen Studie im Auftrag des Bundesamtes für
Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter hervor. Mehr Angst haben die
Deutschen zum Beispiel vor Asbest und Atomkraft sowie vor den Risiken
des Straßenverkehrs. Die Studie trägt den Titel "Zielgruppenanalyse
zur differenzierten Information über Mobilfunk und Gesundheit".
Den Autoren zufolge lassen sich Verbraucher bezüglich ihrer Einstellung zum Mobilfunk in fünf Gruppen unterteilen. Diese unterscheiden sich aber jeweils auch in weiteren Eigenschaften voneinander: Besonders sorglos gehen demnach männliche Nutzer unter 21 Jahren mit dem Mobilfunk um. Sie seien typische Vertreter der Gruppe der "sorglosen und desinteressierten Vielnutzer". Diese 12 Prozent der Handynutzer verwenden ihr Mobiltelefon am häufigsten und verbinden damit in der Regel kein gesundheitliches Risiko. Eine der größten Gruppen bilden die "mäßig besorgten Wenignutzer" (24 Prozent), die ihr Handy nur in besonderen Situationen einsetzen. Sie stehen der Diskussion um gesundheitliche Folgen des Mobilfunks aufgeschlossen aber neutral gegenüber. Ebenso viele Menschen (24 Prozent) werden der Gruppe der "sorglosen überforderten Wenignutzer" zugeordnet. In dieser Gruppe gebe es die meisten Nichtnutzer. Vielnutzer sind zwar interessiert, aber nicht besorgt23 Prozent der Nutzer gehören zu den "sorglosen und interessierten Vielnutzer". Diese seien insgesamt sehr interessiert. Sie halten die Diskussion um gesundheitliche Auswirkungen des Mobilfunks zwar für berechtigt, sie interessiert sie jedoch nicht mehr als andere Themen. Zu den "besorgten informationsbedürftigen Nutzern" werden 17 Prozent gezählt, deren zurückhaltende Handynutzung sich vor allem auf gesundheitliche Bedenken zurückführen lasse. Die Ergebnisse der Zielgruppenanalyse sollen helfen, die Bevölkerung über das Thema Mobilfunk und Gesundheit künftig besser zu informieren, so Christiane Pölzl, Referentin im Fachbereich Strahlenschutz und Gesundheit beim BfS. So kam zum Beispiel auch heraus, dass sich 54 Prozent der Befragten eher wenig bis überhaupt nicht über die Risiken des Mobilfunks informiert fühlten. Noch nie mit dem Thema konfrontiert waren nach eigenen Angaben 15 Prozent der Umfrageteilnehmer. Allerdings interessiert das Thema auch nur 47 Prozent der Befragten. Dabei halten es die meisten Verbraucher immerhin für möglich, dass mit dem Mobilfunk ein gesundheitliches Risiko verbunden ist. Zusammengetragen wurden die Daten für die Studie vom Wissenschaftlichen Institut für Kommunikationsdienste (WIK) in Bad Honnef sowie vom Marktforschungsinstitut Ipsos in Hamburg. Die Studie ist eine von mehr als 50 Untersuchungen im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms. dpa / Marie-Anne Winter
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