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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Musik für die Massen11.03.2005
16:52 Mobilfunkbetreiber suchen Geschäftsfelder für die Zukunft
UMTS, mobiles Internet oder Handys mit neuen Funktionen
- der Mobilfunk ist einer der Schwerpunkte auf der CeBIT in Hannover. Zwar hat
sich der Hype um den schnellen mobilen Datenübertragungsstandard mittlerweile ein
wenig gelegt. Die Mobilfunkanbieter haben auf der weltgrößten Computer- und
Technikmesse aber auch in diesem Jahr wieder Neuheiten aus dem Bereich der mobilen Kommunikation vorgestellt. Diesmal standen statt der Übertragungstechnik Inhalte
und Tarife im Mittelpunkt, mit denen die Unternehmen Kunden gewinnen wollen.
o2: Musiksuchdienst für HandybesitzerSo wirbt der Anbieter o2 mit dem Download von Musiktiteln aufs Handy, den das Unternehmen jetzt "massenmarktfähig" machen will. Dazu werde die Musikdatenbank bis Sommer 2005 von bisher 230 000 Titel auf 500 000 Songs erweitert, sagte Lutz Schüler, Mitglied der Geschäftsführung von o2 Germany. Vertragskunden könnten sich zu Preisen ab 99 Cent Musiktitel aus den Sparten Pop, Jazz, Rock, R'n'B und Dance auf ihr Mobiltelefon laden. Außerdem will o2 einen Musiksuchdienst anbieten, bei dem Kunden per Handy Informationen zu gerade gehörter Musik erfragen und die Titel anschließend gegen Gebühr herunterladen können. Musikangebote fürs Handy entsprechen offenbar den Vorlieben der o2-Zielgruppe, denn laut Lutz Schüler hat das Unternehmen mit Musikdiensten bereits "eine deutlich vierstellige Zahl" neuer Teilnehmer gewonnen. Vodafone: Musik-Downloads und Fernsehen auf dem HandyAuch der Konkurrent Vodafone wirbt mit Musik-Downloads aufs Handy - nach Angaben des Mobilfunkbetreibers ist das eines "der zentralen Geschäftsfelder der Zukunft". Das Musikangebot, das aus zehn Kategorien von Pop, Rock oder Dancefloor über Klassik und Jazz bis hin zu Weltmusik, Schlager oder Filmmusik besteht, sei bereits auf 500 000 Titel aufgestockt worden. Einzelne Titel kosten ab 1,99 Euro, im Abo-Paket wird es günstiger. In der Download-Gebühr enthalten ist bereits die kostenlose Weiterverwertung: Je nach Song dürfen die Titel laut Vodafone bis zu dreimal auf CD gebrannt werden. Ein weiterer Schwerpunkt im Vodafone-Angebot ist der Empfang von Fernsehprogrammen per UMTS-Handy. Dazu wurde die Programmpalette zur CeBIT um acht Kanäle erweitert. Neben speziell für den Handy-Empfang aufbereiteten Sendungen sollen nun auch zwei Original-TV-Programme darunter sein - ein Sport- sowie ein Nachrichtenkanal. Außerdem demonstrierte der Anbieter auf der Messe den TV-Empfang auf dem Handy über die neue DVB-H-Technik. Dabei handelt es sich laut Vodafone um ein auf dem terrestrischen Digitalfernsehen DVB-T basierendes Übertragungsverfahren, das speziell für mobile Endgeräte wie Handys und PDAs modifiziert wurde. Bis zu 30 Fernsehprogramme sollen damit live übertragen werden können. Laut Vodafone besteht für die TV-Nutzung via Handy "ein deutliches Wachstumspotenzial". E-Plus: Keine großen Fans von Musik-DownloadsE-Plus hält dagegen nicht viel von derartigen Diensten: "Wir sind nicht die großen Fans von Musik-Downloads et cetera", bekannte Uwe Bergheim, Vorsitzender der E-Plus-Geschäftsführung, in Hannover. "Die Bedürfnisse der Kunden sind deutlich anders, als es die Industrie oft weismachen will." Bergheim verwies in diesem Zusammenhang auf Ergebnisse der Marktforschung zu Kundenbedürfnissen im Mobilfunk, bei denen Daten-Services an letzter Stelle der Top-Ten rangieren. An erster Stelle steht laut Bergheim ein vernünftiger Preis, gefolgt von einem funktionierenden Netz. Auf diese Karte setze das Unternehmen auch weiterhin mit übersichtlichen Prepaid-, Minutenpaket- und Grundgebühr-Tarifen. Schließlich sei das Potenzial im Bereich der Sprachtelefonie noch lange nicht ausgeschöpft. Nur 15 Prozent aller Gesprächsminuten in Deutschland würden über Handys geführt, der Rest über das Festnetz. Ein Ziel von E-Plus sei es, das Handy langfristig zum Telefon Nummer eins zu machen. Bei den mobilen Datendiensten sieht Bergheim vor allem im SMS-Versand und E-Mail-Messaging Potenzial. Damit werde in Zukunft Geld verdient, "nicht mit Verrücktheiten, die wir toll finden", sagte der E-Plus-Chef. Rund 4,7 der mehr als 9,5 Millionen E-Plus-Kunden nutzten intensiv SMS-Dienste, die Hälfte davon verschicke bereits mobile E-Mails. Das seien doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. T-Mobile: Integration von GPRS, UMTS und WLANAuch T-Mobile wirbt mit günstigen Tarifen um Mobilfunkkunden. "Das Teuer-Image des Mobilfunks muss weg", sagte René Obermann, Vorstandsvorsitzender von T-Mobile International, in Hannover. Mehr als die Hälfte der Deutschen hätte wegen des Preises Hemmungen, ihr Mobiltelefon zu nutzen. Im europäischen Vergleich liege Deutschland bei der Handy-Nutzung im hinteren Drittel. "Wir müssen den Menschen die Angst nehmen, ihr Telefon zu nutzen." Um das zu erreichen, kündigte das Unternehmen auf der CeBIT neue Tarifoptionen für das Mobiltelefonieren ins Festnetz an. Mit der Option Local soll zum Beispiel die Gesprächsminute zu festgelegten Ortsvorwahlbereichen rund um die Uhr nur noch einen Cent pro Minute kosten. Auch für die mobilen Datendienste stellte das Unternehmen "attraktive Tarife" in Aussicht: Über die Integration der Übertragungstechniken GPRS, UMTS und WLAN sollen Kunden künftig "freien Zugang zum Internet von unterwegs" erhalten - und nicht beim Surfen auf die Inhalte eines Anbieter-Portals beschränkt sein. dpa / Björn Brodersen
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