Deutlich vor 2010 soll die Hälfte der privaten
Haushalte in Deutschland über einen Hochgeschwindigkeitsanschluss zum
Internet verfügen. Spitzenvertreter von Politik und Wirtschaft haben
heute am Rande der weltgrößten Computermesse in Hannover
eine gemeinsame "Breitband-Offensive" ausgerufen, um leistungsstarke
Internet-Datenverbindungen wie etwa
DSL,
TV-Kabel,
UMTS oder
WLAN zu
fördern. Derzeit verfügen in
Deutschland lediglich 18 Prozent der
Haushalte über einen Breitbandanschluss, deutlich weniger als in
vielen anderen Industriestaaten, wie in einer Erklärung zum
Breitbandgipfel 2005 betont wird.
Nach Schätzungen der
OECD
soll die Breitband-Technologie bis zum
Jahr 2011 mit einem Drittel zum Produktivitätswachstum in den
Industrieländern beitragen. "Schnelle Datenverbindungen sind für die
Wissensgesellschaft so wichtig, wie es das Schienennetz für die
Industrialisierung war", sagte
Cisco-Deutschlandchef Andreas Dohmen.
Inhalte und Dienste im Internet entscheiden über DSL-Verbreitung

"Der Vergleich mit international führenden Ländern zeigt, dass man
bei den Breitband-Spitzenreitern auf einen Mix verschiedener
Zugangstechnologien setzt", so Dohmen. Um die Verbreitung von
Breitband-Zugängen zum Internet voranzubringen, seien zudem Inhalte
und Anwendungen notwendig, mit denen die Vorteile und Chancen dieser
Technologie zur Wirkung kommen. Als dritten Punkt forderte Dohmen
eine Erhöhung der Flächendeckung. "Wir brauchen Breitband überall
in Deutschland."
Von den mittelständischen Unternehmen mit 20 bis
499 Mitarbeitern, die über einen Internetanschluss verfügten,
nutzten derzeit nur 55 Prozent Breitband-Technologien.
"Diese Quote müssen wir bis 2010 auf 90 Prozent steigern,
um die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands zu
sichern", appellierte Arcor-Vorstandschef Harald Stöber.
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) versprach, den
Ausbau öffentlicher Online-Dienstleistungen und Informationsangebote
zügig voranzutreiben. "Attraktive Inhalte und Dienste sind die
wichtigsten Treiber für mehr Breitbandnutzung", sagte Clement.
Veranstalter des "Breitbandgipfels" waren neben dem
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit die
Initiative D21 und
der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue
Medien e.V. (BITKOM).
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