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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Billig oder nicht - das ist die Frage10.03.2005
18:22 Unterschiedliche Strategien der Mobilfunknetzbetreiber
Die großen Mobilfunkanbieter in Deutschland verschärfen ihren Kampf um Marktanteile.
Auf der IT-Messe CeBIT in Hannover stellten die beiden Marktführer
T-Mobile und Vodafone heute ihre Konzepte vor, die in unterschiedliche Richtungen gehen. Während die Telekom-Tochter T-Mobile unter anderem auf eine Kürzung der Handy-Subventionen und dafür günstigere
Tarife setzt, denkt Vodafone über eine Billigmarke nach
und will mit mobilen Lösungen für zu Hause auch die Festnetzsparte der Telekom angreifen. Der drittgrößte Anbieter,
E-Plus, rechnet angesichts des engen Marktes in Deutschland
mit sinkenden Preisen. Auch E-Plus mache erste Versuche mit einer Billigmarke,
sagte Firmenchef Uwe Bergheim.
Vodafone will unter anderem der Festnetzsparte der Deutschen Telekom Kunden abjagen. "Neun von zehn Telefonaten werden im Festnetz geführt. Von diesem Kuchen wollen wir für den Mobilfunk ein Stück abhaben", sagte Vodafone-Deutschlandchef Jürgen von Kuczkowski. So werde es künftig Vodafone Zuhause-Tarife für das schnelle Surfen und Telefonieren via UMTS geben. T-Mobile-Chef René Obermann lehnte hingegen die Einführung eines Konkurrenzproduktes zum Festnetzangebot der Telekom ab. "Es wird kein T-Mobile Zuhause geben", sagte er. Die Telekom setze vielmehr auf eine Kombination von Mobilfunk, Festnetz und Zugang ins Internet via DSL. Die Nutzung des Mobilfunknetzes wolle T-Mobile über attraktivere Tarife ankurbeln. Ein Modell sei die Einführung eines so genannten Local-Tarifs, sagte Deutschland-Chef Philipp Humm. Dabei soll sich der Kunde zwei Ortsvorwahlbereiche aussuchen können, mit denen er dann über sein Handy zum Festnetztarif telefonieren kann. Ein anderes Modell sieht die komplette Streichung der Geräte-Subvention vor. Im Gegenzug reduziert sich die monatliche Grundgebühr um die Hälfte. Eigene Billigmarke: Ja oder nein?Vodafone zeigte sich offen für die Einführung einer so genannten Billigmarke. Dabei nutzen Drittanbieter das Netz des jeweiligen Mobilfunknetzbetreibers unter eigenem Namen. Service, verbilligte Handys und Mehrwertdienste entfallen komplett. Dafür sind die Preise pro Gesprächsminute günstiger. In absehbarer Zeit sei mit einem solchen Angebot nicht zu rechnen, sagte von Kuczkowski. Der Chef der britischen Muttergesellschaft, Arun Sarin, hatte in einem Zeitungsinterview die Gründung von Billigmarken angekündigt. In Deutschland vermarktet bisher der kleinste Netzbetreiber, o2, Handys zusammen mit dem Handelskonzern Tchibo. Für T-Mobile sei eine Billigmarke kein Thema, sagte Obermann. Die Handy-Preise sollen durch die europaweite Bündelung des Einkaufs trotz des geplanten Abbaus der Subventionen niedrig gehalten werden, sagte Deutschland-Chef Humm. Die Unternehmen versprechen sich für die Zukunft Umsatzzuwächse durch mobile Datendienste im Multimedia-Standard UMTS. Im Vordergrund stehen dabei Musik- und Filmdownloads. "UMTS ist der Wachstumsmotor der nächsten Jahre", sagte von Kuczkowski. Bergheim sagte, die Anbieter müssten auf die Kunden zugehen, um sich langfristig Marktanteile zu sichern. Das Vorhaben von T-Mobile, die Subventionen für Handys zu Gunsten günstigerer Tarife zurückzufahren, begrüßte er. Dauerhaft seien die hohen Zuzahlungen auf Endgeräte nicht zu rechtfertigen, insbesondere, da der Markt weitgehend gesättigt sei. "Man kann auch keine Autos verschenken, wenn man Benzin verkauft." E-Plus selbst werde in diesem Punkt aber nicht vorpreschen. Zunächst müssten die beiden großen Anbieter hier eine Bresche schlagen. "Erst wenn Vodafone seine Subventionen kürzt, senken wir unsere auch." dpa / Björn Brodersen
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