Unabhängige Prüfer billigen Verschmelzungsvertrag mit T-Online
Die Deutsche Telekom will in den kommenden Jahren
vor allem von ihrem Mobilfunkgeschäft profitieren. Wie Europas größter
Telekomkonzern heute in Bonn mitteilte, soll T-Mobile
den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 9,72 Milliarden
Euro in diesem Jahr auf 16,18 Milliarden Euro im Jahr 2014 steigern. Der
Umsatz soll von 29,33 Milliarden auf 42,33 Milliarden Euro klettern. Für
die Festnetzsparte T-Com rechnet die Telekom mit einem weiteren Umsatzrückgang.
Dieser wird gemäß den Planzahlen von 26,25 Milliarden auf 23,51 Milliarden
Euro sinken und der operative Gewinn von 9,67 Milliarden auf 8,8 Milliarden Euro.
Der Konzern hatte bereits am Dienstag erste Eckdaten vorgelegt: Demnach soll
der Überschuss nach dem Bilanzierungsstandard IFRS in diesem Jahr auf
4,9 Milliarden Euro klettern und bis zum Jahr 2014 auf 11,5 Milliarden
Euro anschwellen. Die Zahlen sind wegen der Umstellung der Bilanzierung und dem Konzernumbau mit den Vorjahreswerten nur bedingt vergleichbar. Der Gewinn vor Steuern,
Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) soll in diesem Jahr auf 20,8 Milliarden Euro steigen und bis 2014 auf 29,7 Milliarden Euro zulegen. Beim Umsatz rechnet die
Telekom mit einem Schub von 61,1 Milliarden auf 84,8 Milliarden Euro.
Verschmelzungsvertrag zwischen Telekom und T-Online gebilligt
Die Telekom will ihre Internettochter T-Onlineübernehmen und muss daher im Verschmelzungsvertrag ihre Planzahlen für die kommenden
zehn Jahre vorlegen. Durch die Verschmelzung von T-Online auf den Mutterkonzern
verspricht sich die Telekom Synergieeffekte von einer Milliarde Euro. Der Verschmelzungsvertrag zwischen der Telekom und T-Online ist gestern von unabhängigen Prüfern gebilligt worden. Der vom Landgericht Frankfurt bestellte unabhängige
Verschmelzungsprüfer Ebner, Stolz & Partner habe das vorgeschlagene
Umtauschverhältnis für angemessen erklärt, teilte die Deutsche Telekom in
Bonn mit. Die Unternehmen hatten sich darauf geeinigt, dass T-Online-Aktionäre
für 25 T-Online-Aktien 13 Telekom-Papiere erhalten
(Verhältnis: 1:0,52). Der ermittelte Unternehmenswert entspricht
28,31 Euro pro Aktie der Deutschen Telekom und 14,71 Euro pro Aktie
der T-Online.
Aktionärsschützer hatten von der Deutschen Telekom ein deutlich
höheres Barangebot gefordert. Für die Erstzeichner, die sich nicht von ihren Anteilsscheinen getrennt haben, war das T-Online-Engagement
ein Flop. Sie hatten das Aktie im April 2000 zum Preis von 27 Euro
gezeichnet. Kurzfristig kletterte der Kurs auf ein Allzeithoch von
über 40 Euro. Danach stürzte das Papier auf deutlich unter 10 Euro
ab. Nach Ablauf der Frist für die Annahme des Barofferte hielt die
Telekom rund 88 Prozent an T-Online.
Die Telekom will die Übernahme ihrer Internet-Tochter bis Ende September
abschließen. Das sagte Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick heute in Hannover.
Die Aktionäre der Telekom müssten auf der Hauptversammlung im kommenden Monat der Transaktion nicht mehr zustimmen, da die Beteiligung an T-Online nach jüngsten
Zukäufen mehr als 90 Prozent betrage. Laut Eick können die Telekom-Aktionäre
nun nicht mehr gegen die Verschmelzung von T-Online auf die Mutter klagen.
Allerdings steht der Klageweg den T-Online-Aktionären weiter offen.
Angebote unserer Partner
Unitymedia:
Mach’s 3play: Jetzt die Kombiangebote mit DigitalTV entdecken.
Jetzt zugreifen!